Die Euro-Gruppe in Würzburg gründet immer mehr Firmen, um ihre riskanten Beteiligungsangebote unters Volk zu bringen. Zu den Gesellschaften Ibeka, Goj, Schober und Lenz sind jetzt neu die Schuster-Schreiber-, die Knothe- und die Pierenz- Immobilienhandel AG hinzugekommen. Nach Einschätzung von Finanztest ist es riskant, Geld in die von Jürgen Spilker beherrschten Gesellschaften einzuzahlen.

Gleich mehrere Gründe sprechen gegen eine langjährige atypisch stille Beteiligung, bei der Anleger nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten der Gesellschaften beteiligt sind:

1. Die Renditeversprechen sind zweifelhaft. 2. Die Kosten für die Anlage sind hoch. 3. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut Auskunft von Oberstaatsanwalt Bruno Messer gegen die Verantwortlichen der Euro-Gruppe wegen strafbarer Werbung, Untreue und Betrugs.

In der Vergangenheit wurden Anleger immer wieder von Mitarbeitern der Allgemeinen Vermögensberatung GmbH (AVB) in Würzburg überredet, Lebensversicherungen vorzeitig zu kündigen. Das von den Versicherungen ausgezahlte Geld (Rückkaufswert) wurde dann in die Beteiligungen der Euro-Gruppe eingezahlt. Die Vermittler verschwiegen, dass solche vorzeitigen Kündigungen regelmäßig mit Verlusten verbunden sind. Jürgen Spilker, Vorstand der Anlagegesellschaften, störte das nicht. Denn Spilker führt auch die AVB.

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