Euro-Einführung Meldung

Dass der Euro auf manchen Gebieten durchaus ein „Teuro“ ist, hat jetzt auch die Bundesbank festgestellt. Was viele Verbraucher längst vermuteten, hat sie mit 18 000 Preismeldungen belegt. Nach der Euro-Einführung im Januar gab es dreimal so viele Preisänderungen wie üblich.

„Offensichtlich haben Anbieter die eingeschränkte Transparenz in der Übergangsphase für kräftige Preisanhebungen genutzt“, so die Statistiker. Vor allem Frisöre, Gaststätten, das Kfz-Handwerk und Kinos langen gewaltig zu. Nur zwei Drittel der Preise wurden exakt umgerechnet. Insgesamt lagen die Preise im Juni 2002 um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Außerdem verteuerten schon 2001 viele Anbieter ihre Produkte, um sie nach der Euro-Einführung auf attraktivere Preise zu „senken“. Kein Wunder, dass das Preisniveau schon damals deutlich stieg: um 1,2 Prozent gegenüber 0,4 Prozent im Jahr 2000. Besonders Dienstleistungen und Lebensmittel waren betroffen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 449 Nutzer finden das hilfreich.