Ethisch-ökologische Geld­anlage Meldung

Der DKB Ökofonds TNL schließt Problembranchen nicht in dem Maß aus, wie es die den Fonds auflegende Gesell­schaft Bayern­invest bisher behauptet hat. Im Fond­sport­folio ist ein Unternehmen, das im Jahr 2013 mehr als 20 Prozent seines Umsatzes mit Kohle­strom erzielte. Der Anbieter hatte im Test Ethisch-ökologische Aktienfonds angegeben, nur Firmen zuzu­lassen, die höchs­tens 5 Prozent ihres Umsatzes aus dem Betrieb von Kohle­kraft­werken erwirt­schaften.

Größter Wind­müller Asiens erzeugt auch Kohle­strom

Die Fonds­gesell­schaft des DKB Ökofonds TNL (Isin LU 035 513 922 0) hatte zwar angegeben, nur Firmen aufzunehmen, die maximal 5 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle­kraft­werken erzielen. Dennoch investiert der Fonds auch in Unternehmen, die einen erheblichen Teil ihres Umsatzes mit Energie erwirt­schaften, die aus fossilen Brenn­stoffen erzeugt wird. Eine Nach­prüfung der Tester ergab, dass der DKB Ökofonds den größten Wind­kraft­produzenten Asiens, China Longyuan Power, im Portfolio hat. Das chinesische Energieunternehmen erwirt­schaftet aber auch rund 20 Prozent seines Umsatzes aus Kohle­verstromung, wie der Geschäfts­bericht aus dem Jahr 2013 ausweist.

Ausnahme für chinesischen Energieriesen

Auf Nach­frage erklärte Bayern­invest, dass der chinesische Energieriese eine Ausnahme sei, weil er lang­fristig auf erneuer­bare Energien setze. Die Bewertungen für diesen Fonds ändern sich nicht, die Angaben für alle seine Schwellen­werte haben die Experten in der Test­daten­bank korrigiert.

Tipp: In unserem Test Ethisch-ökologische Aktienfonds finden Sie auch Aktienfonds, die Problembranchen komplett ausschließen.

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