Ethanolkamine Meldung

Wohlige Wärme, anheimelndes Kaminfeuer – selbst wenn kein Schlot für Rauch und Abgase vorhanden ist, muss niemand darauf verzichten. Das verspricht die Werbung. Ethanolkamine sollen Kaminatmosphäre schaffen. Seit rund zehn Jahren werden solche Öfen angeboten. Deren Abgase sind angeblich so sauber, dass ein Rauchabzug überflüssig ist. Dennoch setzen sich die Nutzer solcher Alkoholbrenner einer Reihe von Gefahren und Risiken aus. Regelmäßig gibt es Meldungen über Unfälle beim Umgang mit solchen Kaminen, mit Verletzten oder Toten. Bereits bei Raumtemperatur bildet sich über einem geöffnetem Ethanolbehälter ein leicht entzündliches, sogar explosionsfähiges Gasgemisch. Wird ein betriebswarmer Ofen nachgefüllt und wieder angezündet, kommt es fast zwangsläufig zu Verpuffungen. Weniger standfeste Modelle können umfallen. Das brennende Ethanol setzt sofort die Umgebung in Brand. Wird mit Wasser gelöscht, steht bald der ganze Raum in Flammen. Eine gültige DIN-Norm soll Ethanolkamine sicherer machen. Doch selbst zertifizierte Kamine bergen kaum kalkulierbare Risiken. Die Norm fordert weder einen Luftsensor, der vor sinkendem Sauerstoffanteil in der Luft warnt, noch einen Kippsensor, der ab einem bestimmten Winkel des Kamins die Brennstoffversorgung kappt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 133 Nutzer finden das hilfreich.