Leistungen und Kosten: Was Sie von Menüdiensten erwarten können

Die Anbieter. Etwa 2 500 Dienste, darunter Wohlfahrtsverbände und Privatunternehmen, bieten Essen auf Rädern in Deutschland an – meist liefern sie nur in einem begrenzten Gebiet. Nicht alle Anbieter kochen selbst. Sie arbeiten dann mit Produzenten wie der Firma apetito zusammen, die das Essen teilweise auch ausliefern.

Die Auswahl. Der Kunde kann meist aus verschiedenen Menülinien im Speiseplan wählen. Neben einem normalen Menü gibt es oft auch Spezialessen für Diabetiker oder Mini-Menüs.

Das Essen. Oft kommen Halbfertigprodukte wie industriell geschälte Kartoffeln zum Einsatz. Bei der Herstellung des Essens gibt es drei Varianten:

  • Es wird am selben Tag gekocht und bis zur Auslieferung warmgehalten.
  • Es wird bis zu fünf Tage vorher gekocht, in kurzer Zeit auf unter 3 Grad Celsius gekühlt und vor der Lieferung oder im Lieferauto wieder erwärmt.
  • Am häufigsten wird das Essen tiefgekühlt. Der Kunde kann es sich erwärmt liefern lassen oder selbst erhitzen. Der Vorteil: Es ist monatelang haltbar, hygienisch, die Auswahl groß und viele Vitamine bleiben eher erhalten.

Der Service. Der Kunde kann telefonisch oder über das Internet bestellen. In einer gemieteten oder gekauften Wärmebox soll das Essen nach Anlieferung in einem vereinbarten Zeitraum bis zur Essenszeit warm bleiben. Schriftliche Verträge gibt es meist nicht.

Die Kosten. Je nach Menü, Anbieter und Service kostet ein Mittagessen rund 4 bis 9 Euro am Tag. Dazu kommen Wochenendzuschläge und der Preis für die Wärmebox. Wer ein zu geringes Einkommen hat, kann einen Zuschuss zu den Kosten beantragen.

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