Noch bewusster wählen: Ab 75: So sorgen Sie für Nähr­stoffe

So verändern Sie sich: Geschmacks- und Geruchs­vermögen lassen nach. Sauer und bitter schmeckt stärker hervor, süß und salzig weniger. Sie haben weniger Durst. Vor allem aber nimmt die Masse an Muskeln weiter ab.

Das ist jetzt das Risiko: „Ältere Alte“ neigen zu Unterge­wicht. Sie nehmen oft insgesamt zu wenig Energie und damit auch zu wenig Nähr­stoffe auf. Häufig treten Schluck- und Kaubeschwerden auf. Die Vorgänge im Magen-Darm-Trakt ändern sich. Eine typische Krankheit ist nun Osteoporose: Die Knochen sind anfäl­lig für Brüche. Demenz­erkrankungen häufen sich.

Diese Inhalts­stoffe sind wichtig: Vitamin D, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B12, Kalzium, Magnesium und Folat sind im Alter extrem wichtig. Speziell pflegebedürftigen Senioren in Heimen mangelt es laut Studien öfter daran.

Diese Speisen sind ideal: Falls Unterge­wicht droht, dürfen Sie zu Milch mit 3,5 Prozent Fett, fett­reichem Käse oder Streichwurst greifen – das liefert Energie. Bei Schluck­beschwerden können Sie Suppen und Getränke andi­cken. Nach wie vor gut sind Kartoffeln, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Ei und Fisch. Kalziumreich sind Grünkohl, Fenchel, Spinat. Bei Demenz ist Fingerfood ein Tipp. Essen sollte sich farblich vom Teller abheben. Bunte Trink­gläser sind hilf­reich, etwa bei Grauem Star.

Das sollten Sie selten essen: Weiß­brot, Zuckerkuchen und Süßgebäck.

Diese Rolle spielt Bewegung: Die Muskelmasse ist weiter zu erhalten. Auch im Sitzen und Liegen ist Training möglich, etwa mit Bällen oder Hanteln.

Tipp: An Kauproblemen kann eine schlecht sitzende Prothese schuld sein. Lassen Sie sie vom Zahn­arzt prüfen. Achtung: Wer an Diabetes oder Gicht leidet, muss sich speziell ernähren.

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