Tipps

Für Wenigtrinker. Kapselgeräte sind ideal, wenn es schnell und bequem gehen soll. Das Espressopulver steckt in einer Aluminium- oder Kunststoffkapsel, die nach dem Brühen in ein eingebautes Magazin fällt. Aber Sie binden sich damit meist an ein bestimmtes Kapselsystem. Außerdem produziert die Art der Zubereitung viel Müll. Kapseln sind vergleichsweise teuer, die Geräte dafür meist billi­ger als Vollautomaten. Daher lohnen sie sich eher für Wenigtrinker.

Für Vieltrinker. Vollautomaten bieten viele Einstellmöglichkeiten für den individuellen Espressogenuss, sind aber teuer und erfordern viel Pflege und Wartung. Sie empfehlen sich besonders für Vieltrinker: Je mehr Espresso, desto eher rechnet sich die Anschaffung.

Für Sauberkeit. Die meisten Geräte im Test spülen nach dem Einschalten automatisch das System mit heißem Wasser durch, viele auch nach dem Ab­schalten. Das reinigt und heizt vor. Vergessen Sie nicht, nach jeder Benutzung das Milchschaumsystem zu säubern, damit sich dort keine Keime ansiedeln.

Für heißen Espresso. Perfekter Es­presso sollte richtig heiß sein. Wärmen Sie dazu die Tassen vor, am besten mit dem heißen Wasser vom Vorspülen.

Für Milchschaum. Besonders gut ge­lingt Milchschaum meist mit automa­tischen Milchaufschäumern. Hat die Maschine nur eine einfache Dampfdüse oder gar keine, lohnt sich ein separater Schäumer. Sehr feinporigen, sehr stabilen Schaum machte im Test der Aero­c­cino, 70 Euro beim Nespresso-Club.

Für den Geschmack. Wir haben den Espresso aus Illy-Bohnen beziehungsweise aus Nespressokapseln Livanto gebrüht. Wenn Ihnen der Geschmack nicht zusagt, probieren Sie andere Sorten und Mahlgrade aus. Variieren Sie auch die Stärke und die Wassermenge.

Für das Wasser. Stellen Sie das Gerät auf den Härtegrad Ihres Leitungswassers ein, damit die Automatik den richtigen Entkalkungszyklus anzeigt. Den Härtegrad sagt Ihnen Ihr Wasserwerk.

Für ein langes Leben. Pflege verlängert die Lebensdauer. Wichtig ist regelmäßiges Reinigen. Vollautomaten mit herausnehmbarer Brüheinheit lassen sich gezielter saubermachen. Modelle mit fester Brüheinheit brauchen Reinigungstabletten und Automatikprogramme. Vergessen Sie nicht, die Maschine regelmäßig nach Gebrauchsanleitung zu entkalken beziehungsweise die Filterpatrone zu erneuern.

Für Stromsparer. Bis auf Krups Le Cube XN 5000 verfügen alle Automaten im Test über einen Stromsparmodus. Der muss eingestellt werden oder ist bereits aktiv, was aber nicht immer die stromsparendste Variante ist. In der Werkseinstellung verbrauchen die Geräte in acht Stunden rund 50 bis 190 Wattstunden, ohne dass ein einziger Espresso zubereitet wird. Das Kapselgerät von Siemens benötigt allein 37 Kilowattstunden pro Jahr für den Tassenwärmer. Programmieren Sie deshalb eine möglichst kurze Abschaltzeit oder ziehen Sie gleich den Netzstecker, wenn das Gerät auch ausgeschaltet noch Strom zieht (siehe Tabelle: Espressomaschinen).

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