Unterschiedliche Systeme

Espressomaschinen Test

Siebträgermaschine

Handarbeit pur: Pulver abmessen, ins Sieb geben, andrücken, Filterträger eindrehen, anschalten. Endlich heißt es genießen – bevor man den Siebträger vom feuchten Espressokuchen befreit. Von allein läuft eigentlich nur das Wasser. Es wird von der Pumpe angesaugt, erhitzt und durchs gefüllte Sieb gedrückt. Übrigens: Beim Klassiker „Handhebelmaschine“ wird sogar noch der Wasserdruck per Hand erzeugt.

Vorteil: Experimentieren möglich. Lässt sich zelebrieren. Ein Muss für Individualisten und alle, die Wert auf eine stilvolle Zubereitung legen. Auch für Sehbehinderte geeignet.

Nachteil: Viel Übung und Zeit erforderlich.Für Bequeme und Grobmotoriker nicht zu empfehlen.

Nespressosystem

Espressomaschinen Test

Kaffee aus der Kapsel: Bei den Halbautomaten legt man sie ein und drückt den Hebel, bis die Wassermenge stimmt. Beim Vollautomaten mit Kapselmagazin kommt auch das Wasser per Knopfdruck.

Vorteil: Handhabung denkbar einfach. Ideal für Espressoanfänger. Auch sehr gut geeignet für Blinde und Sehbehinderte.

Nachteil: Steril, nichts zum Experimentieren. Kapseln nur über Nespresso-Club erhältlich. Schadet Umwelt und Geldbeutel.

Vollautomat

Espressomaschinen Test

Automatik pur: Das Mahlwerk macht Pulver, es kommt dosiert in den Zylinder, wird zusammengepresst und Wasser hindurchgedrückt. Verbrauchtes Pulver landet im Tresterbehälter.

Vorteil: Einfache Handhabung, viele Variationsmöglichkeiten (Wasser- oder Pulvermenge etc.), vergleichsweise komfortabler Ablauf.

Nachteil: Wenig sinnlich, eher teuer. Mit Display nicht für Sehbehinderte geeignet. Viel Zeit für die Bedienungsanleitung einplanen.

Mokkakanne (nicht im Test)

Espressomaschinen Test

Auch „Caffettiera“ oder „Napolitana“ genannt. Wasser rein, Sieb mit Pulver einsetzen, auf den Herd. Der Dampf drückt das kochende Wasser durch das Kaffeemehl hinauf in den Auffangbehälter. Macht starken Kaffee, aber keinen Espresso: Das Wasser ist zu heiß und die Crema fehlt.

Vorteil: Einfach und billig. Für „Latte macchiato“-Fans geeignet, die ohnehin nur starken Kaffee eingießen wollen.

Nachteil: Kein Espresso, keine Crema. Mit dem Getränk aus einer Espressomaschine nicht vergleichbar.

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