Bohnensorten: Welche Bohne bietet mehr?

Kaffee und Espresso werden aus der gleichen Bohne gemacht. Der Unterschied liegt im Detail.

Espressobohnen werden länger geröstet. Während Kaffee in einigen Minuten durch den Filter läuft, wird der kleine Schwarze in einer knappen halben Minute bei sehr hohem Druck zubereitet. So lösen sich weniger Säure und Bitterstoffe – und der Espresso ist bekömmlicher als ein Kaffee. Die beiden Hauptsorten für die Kaffeeherstellung sind:

Arabica: Dieser Kaffeebaum stammt aus Äthiopien und wächst in 600 bis 2000 Metern Höhe. Er bevorzugt ein gemäßigtes Klima. Arabica enthält nur halb so viel Koffein wie Robusta, sein Aroma ist wesentlich feiner ausgeprägt. Mit rund 60 Prozent des Welthandels ist Arabica die bedeutendste Kaffeesorte – 1960 waren es noch 80 Prozent.

Wildkaffee: Der wild wachsende Arabica aus Äthiopien ist eine Rarität. Das erklärt auch, warum er teurer als Plantagenkaffee ist. Sein Geschmack ist fein und blumig, fruchtig, mild säuerlich und nur schwach bitter. Das Aroma hängt auch von der Beschaffenheit des Bodens ab – sie gibt jedem Wildkaffee eine individuelle Note.

Robusta: Dieser Kaffee kommt aus Zentralafrika. Robusta ist schnellwüchsig, ertragreicher und widerstandsfähiger als Arabica. Die Pflanze gedeiht in Höhen bis zu 600 Metern. Geschmacklich ist die Bohne nur mittelmäßig, deshalb kostet sie auch weniger als Arabica und Wildkaffee. Doch in der Arabicamischung unterstützt Robusta die Bildung der Crema.

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