Der neue Gesetzentwurf des Bundesfamilienministeriums zum Erziehungsgeld verspricht ab 1. Januar 2001 mehr Eltern Erziehungsgeld und flexibleren Erziehungsurlaub.

Ob und wie lange Eltern die 600 Mark Erziehungsgeld monatlich bekommen, hängt zum einen vom Einkommen, zum anderen von Kinderzahl und Alter des Neugeborenen ab. Das Ministerium hat in seinem Entwurf die Einkommensgrenzen angehoben.

Eltern, die sich entscheiden, nur ein Jahr statt zwei Jahre Erziehungsgeld zu beziehen, können das neue "Budget-Angebot" in Anspruch nehmen. Statt der monatlichen 600 Mark können sie ein Jahr lang 900 Mark im Monat bekommen. Auch sieht der Entwurf vor, dass beide Eltern den Erziehungsurlaub gleichzeitig nehmen können. Ein Jahr davon kann zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen werden, zum Beispiel während des ersten Schuljahres. Allerdings braucht man dann die Zustimmung des Arbeitgebers.

Zusätzlich sollen die Eltern einen Anspruch auf Teilzeitarbeit während des Erziehungsurlaubs haben, wenn der Betrieb, in dem sie arbeiten, mehr als 15 Beschäftigte hat. Die zulässigen Wochenstunden bei der Teilzeitarbeit sollen von bisher 19 auf 30 pro Elternteil erhöht werden. Das Ministerium hofft, "auf diesem Wege mehr Männer zur Familienarbeit zu motivieren".

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