Ein Jugendlicher verliert nicht zwangsläufig die Rente aus seiner Erwerbsunfähigkeitsversicherung, wenn er bei einer Straftat invalide wird. Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor (Az. IV ZR 33/04).

Sechs Jugendliche fuhren in einem Auto, der Fahrer war erst 15 Jahre alt und baute einen Unfall. Der angetrunkene gleichaltrige Beifahrer ist seitdem voll invalide. Sein Versicherer weigerte sich zu zahlen: Er habe den minderjährigen Freund zum Fahren ohne Fahrerlaubnis ermutigt und sich strafbar gemacht. Der BGH sah dies anders: Der Versicherer müsse zahlen, wenn er nicht beweise, dass der Junge reif genug war, das Unrecht der Tat einzusehen und richtig zu handeln.

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