Eltern können für ihre erwachsenen Kinder in der dreimonatigen Grund­ausbildung zu Beginn des freiwil­ligen Wehr­dienstes Kinder­geld erhalten. Das entschied jetzt das Finanzge­richt Münster zugunsten eines Vaters. Der Vater des Soldaten hatte Kinder­geld für die ersten drei Monate beantragt, in denen sein 22-jähriger Sohn zunächst die Grund­ausbildung absol­vierte. Nach dem freiwil­ligen Dienst hatte sich der Sohn für vier Jahre verpflichtet. Die Richter werteten die Grund­ausbildung als Berufs­ausbildung. Während des Wehr­dienstes besteht zwar grund­sätzlich kein Anspruch auf Kinder­geld, aber Teile des Wehr­dienstes können Ausbildung­scharakter haben (Az. 11 K 2284/13 Kg). Die Finanz­verwaltung hat Revision einge­legt. Der Bundes­finanzhof muss entscheiden (Az. XI R 47/14).

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