Erste Hilfe bei Vergiftungen

Giftnotrufzentralen: Nach dem Test die Reform

27.06.2002
Inhalt

Das Notfallset hilft, auf Notfallsituationen im Haushalt richtig und schnell zu reagieren. Im Jahr 1994 hatte die Stiftung Warentest die damals 17 in Deutschland existierenden Giftinformationszentren untersucht - mit katastrophalem Ergebnis: Bis auf die als „gut“ eingestuften Giftnotrufzentren Hamburg und Berlin wurde 15-mal die Note „mangelhaft“ vergeben. Das hatte Folgen: Schon im Jahr 1995 wurde die bundeseinheitliche Giftnotrufnummer 1 92 40 installiert (jeweils mit Großstadtvorwahl). Das System wurde gestrafft. Mittlerweile bedienen 10 Giftinformationszentralen die steigende Nachfrage. Erfolge:

  • Durch Rezepturänderung gibt es heute fast keine Speiseröhrenverätzungen mehr durch maschinelle Geschirrspülmittel.
  • Gefärbte Lampenöle sind endlich verboten.
  • Elektronische Archive ermöglichen den raschen Zugriff auf wichtige Informationen.
  • Zunahme der kindersicheren Verschlüsse.
  • Eine EU-Norm „Produktinformation“ wird zur besseren Identifizierung vorbereitet.
  • Mehr zum Thema

    Kosmetik Geht es um die Schönheit, gehts in die Drogerie

    - Kosmetik­artikel wie Shampoo, Duschgel oder Zahnpasta füllen in Drogerien, Apotheken und Supermärkten lange Regale. Im vergangenen Jahr gaben Kunden für...

    Medikamenten­einnahme Halten Sie sich an die Verordnung?

    - Hand aufs Herz: Nehmen Sie Ihre Medizin regel­mäßig ein? Viele Patienten beteuern, dass sie das tun – ohne dass es stimmt. Das stellte die Welt­gesund­heits­organisation...

    Medikamente bei großer Hitze Von trockenem Mund bis Schwindel

    - Bestimmte Medikamente sind vor allem bei Hitze von Nachteil: Sie schränken das Schwitzen ein oder schwemmen viel Wasser aus – mit riskanten Folgen. Wir klären auf.