Auszubildende und Studenten sollten für das erste Studium oder die erste Berufs­ausbildung Werbungs­kosten absetzen. Lehnt das Finanz­amt ab, weil sie ohne Arbeits­verhältnis in Ausbildung sind, brauchen sie gegen den Steuer­bescheid keinen Einspruch mehr einzulegen. Die Abrechnung bleibt bis zu einer Entscheidung des Bundes­verfassungs­gerichts auto­matisch vorläufig. Die gewünschten Steuer­vorteile gibt es später, falls die Richter grünes Licht geben.

Studien­gebühren und andere Ausbildungs­kosten gehören als Werbungs­kosten auf die Anlage N zur Steuererklärung. Wer keine Einkünfte hat, beantragt im Mantelbogen außerdem die Fest­stellung eines Verlusts. Damit können Auszubildende später als Berufs­tätige Steuern sparen.

Zurzeit erkennt das Finanz­amt Kosten für die Erst­ausbildung bis zu 6 000 Euro im Jahr als Sonder­ausgaben an, wenn kein Arbeits­verhältnis besteht. Wer kein Einkommen versteuern muss, spart damit keine Steuern.

Tipp: Lehnt das Finanz­amt die Verlust­fest­stellung ab, prüfen Sie, ob die Ablehnung ebenfalls vorläufig ergeht. Ist das nicht der Fall, legen Sie inner­halb eines Monats Einspruch ein und verweisen auf das Schreiben des Bundes­finanz­ministeriums zur vorläufigen Steuer­fest­setzung (Gz. IV A 3 - S 0338/07/10010-04). Warum Studenten und Azubis eine Steuererklärung machen sollten, und wie sie dabei am besten vorgehen, erklärt ausführ­lich das Finanztest-Special zum Thema Ausbildungskosten.

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