Erneuerbare Energien Meldung

Die gute Nachricht: Wer seine Heizung modernisieren will, bekommt seit 12. Juli wieder Geld – falls er auf erneuerbare Energien setzt und sich zum Beispiel für eine Holzpelletanlage entscheidet. Die schlechte Nachricht: Die Förderkriterien haben sich verändert. Nicht für jede neue Investition gibt es Zuschüsse. test.de gibt einen kurzen Überblick.

Förderstopp aufgehoben

Vom Haushaltsausschuss des Bundestages am 7. Juli beschlossen: Für Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Wärme gibt es wieder Zuschüsse. Ursprünglich wurde das Marktanreizprogramm für Erneuerbaren Energien am 3. Mai gestoppt. Die Förderung kam komplett zum Erliegen. Seit 12. Juli nimmt das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wieder Anträge entgegen. Doch mit der neuen Förderrichtlinie hat sich einiges verändert.

Dafür gibt es kein Geld mehr:

  • Anlagen in Neubauten,
  • Solarkollektoren zur alleinigen Warmwasseraufbereitung,
  • luftgeführte Pelletöfen und Scheitholzvergaserkessel.

Dafür gibt es weiterhin Geld:

  • Pelletöfen mit Wassertasche (zur Wärmeübertragung an den Speicher),
  • Pelletkessel,
  • Holzhackschnitzelkessel,
  • Solarkollektoren (kombinierte Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Kälteerzeugung, Prozesswärmeerzeugung),
  • effiziente Wärmepumpen.

Beispielrechnung

Das Wohnhaus ist kein Neubau und ein neuer Holzpelletkessel soll die alte Heizung ersetzen. Dafür gibt es mindestens 2 000 Euro Zuschuss – mit neuem Pufferspeicher sogar 2 500 Euro. Ist das Haus sehr gut gedämmt, kommen noch mal 50 Prozent obendrauf. Alternativ zahlt das Bafa 500 Euro, wenn der Pelletkessel mit einer Solaranlage kombiniert wird. Auch eine Investition in Filteranlagen lohnt – dafür gibt es 500 Euro. Gute Holzpelletkessel gibt es ab 11 000 Euro. Öl- oder Gasbrennwertkessel kosten rund die Hälfte. Mit den staatlichen Zuschüssen sind die umweltfreundlicheren Pellets jedoch konkurrenzfähig – zumal Pellets derzeit deutlich preiswerter sind als Öl oder Gas.

Anträge

Ist der Antrag auf Zuschuss bis zum 3. Mai beim Bafa eingegangen, gibt es das Geld noch nach den alten Konditionen. Anträge, die zwischen dem 4. Mai und 11. Juli eingegangen sind, lehnt das Bafa ab. Ist die Anlage nach den neuen Kriterien weiterhin förderfähig, müssen Investitionswillige einen neuen Antrag stellen.

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