Fällt Essen herunter, muss man es nur schnell genug aufheben, um es doch noch verspeisen zu können. Bakterien bräuchten Zeit, um auf das Essen über­zugehen. Das besagt die 5-Sekunden-Regel, die vor allem in den USA populär ist. Amerikanische Wissenschaftler haben die These jetzt widerlegt. Sie ließen vier Lebens­mittel – Wasser­melone, Brot, Brot mit Butter, Gummi­bärchen – auf vier Boden­typen (Stahl, Fliesen, Holz, Teppich) fallen, auf denen Bakterien verteilt waren. Nach 1, 5, 30 und 300 Sekunden ermittelten sie den Keim­gehalt. Ergebnis: Bakterien können das Essen unver­züglich kontaminieren. Entscheidend ist auch, wie feucht das Lebens­mittel und wie der Boden beschaffen ist. Auf der Wasser­melone tummelten sich die meisten Bakterien, auf den Gummi­bärchen die wenigsten. Teppich über­trug deutlich weniger Keime als Stahl oder Fliesen. Statt Sekunden zu zählen, ist es also besser abzu­wägen, ob der Boden hygie­nisch akzeptabel ist.

Tipp: Mehr zum Thema Keime in unserem Special Hygiene in der Küche: Zehn Fakten, die Sie kennen sollten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 9 Nutzer finden das hilfreich.