Erkältung Test

Husten, Schnupfen, Halsweh, Fieber: Apotheken und Drogerien bieten zahlreiche Mittel an, um Erkältungs­beschwerden zu lindern. Darunter finden sich neben rezept­freien Medikamente meist auch traditionelle Haus­mittel und pflanzliche Erkältungs­mittel. Die Stiftung Warentest sagt, was von den gängigsten Mitteln zu halten ist und empfiehlt 53 wirkungs­volle und kostengüns­tige Helfer.

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TestErkältung25.11.2016
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Erkältung erwischt jeden Zweiten mindestens einmal im Jahr

Der Hals kratzt, die Nase läuft – und die Stimmung ist im Keller. Am nächsten Tag Husten. Kopfweh. Glieder­schmerzen. Erkältungs­krankheiten setzen im Winter Millionen Menschen außer Gefecht: Jeden Zweiten erwischt es einmal oder öfter pro Jahr. Die meisten Betroffenen kämpfen mit Haus­mitteln oder Medikamenten gegen ihre Symptome. Nicht jedes Produkt, das Apotheken und Drogeriemärkte bewerben, ist eine gute Wahl. Um teure Fehlkäufe zu ersparen, haben die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest ihre Daten­bank Medikamente im Test ausgewertet und die preisgüns­tigsten unter den besten rezept­freien Mitteln gegen Schnupfen, Husten, Hals­schmerzen und Fieber zusammen­gestellt.

Jedes Symptom einzeln bekämpfen

Die viel­verkauften und intensiv beworbenen Kombiprä­parate wie Grip­postad C oder Wick MediNait versprechen, verschiedene Symptome gleich­zeitig zu lindern und enthalten daher mehrere Wirk­stoffe. Die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest bewerten Kombimittel gegen Erkältungen aber als wenig geeignet. Schließ­lich treten Halsweh, Schnupfen, Husten und andere Symptome nicht immer in gleicher Konstellation auf, oft auch nach­einander. Sie auf Verdacht zusammen zu behandeln, ist nicht sinn­voll. Hinzu kommt, dass etwa bei Schnupfen ein lokal gesprühtes Nasen­spray eine verstopfte Nase gezielt befreit. Kombimittel dagegen werden geschluckt und wirken im ganzen Körper. Neben­wirkungen sind möglich. Im Testbe­richt Problematische Pillen (test 12/2013) geht die Stiftung Warentest ausführ­lich auf Kombiprä­parate ein.

Echinacea, Umck­aloabo, Vitamin C und Zink

Einige Verbraucher setzen auf Erkältungs­mittel auf pflanzlicher Basis. Dazu zählen Kräuter­tees und ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminz, Kampfer. Oder Echinacea-Mittel, die Extrakte aus dem Kraut des Sonnenhuts (Echinacea purpurea) enthalten. Sie stehen im Ruf, das Immun­system zu stärken und vor Infekten zu schützen. Ebenfalls beliebt: Umck­aloabo. Der Wurzelextrakt aus einer südafrikanischen Geranien­art soll Schleimhäute schützen, Schleim lösen, Bakterien abtöten und das Immun­system stärken. Zugelassen ist Umck­aloabo bei akuter Bronchitis. Wie die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest pflanzliche Mittel sowie Vitamin C und Zink bewerten, verrät unser Testbe­richt.

Gesundwerden braucht Zeit

Selbst die besten Mittel können Erkältungs­beschwerden nur lindern. Der Grund: Fast immer verursachen Viren den Infekt. Gegen die rund 200 bekannten Erreger ist kein Kraut gewachsen. Kein Medikament vertreibt sie schlag­artig. Das muss der Körper mit den Abwehr­kräften selbst leisten. Erwachsene brauchen meist sieben bis zehn Tage, um wieder fit zu werden. Kinder, deren Immun­system sich noch ausbildet, sind oft länger und häufiger krank: Bis zu zehn Infekte pro Jahr sind normal.

Fieber hilft dem Immun­system

Kinder fiebern bei Erkältungen häufig, Erwachsene selten. Hohes Fieber lässt sich mit Medikamenten senken. Von Fieber sprechen Mediziner, wenn die Körpertemperatur auf mindestens 38 Grad steigt – gemessen wird im Po. Von hohem Fieber ist bei Erwachsenen ab 39 Grad die Rede, bei Kindern ab 39,5 Grad. Im Ohr oder unterm Arm gemessen, ergibt sich eine um 0,5 Grad nied­rigere Temperatur. Wer dort misst, muss den Wert entsprechend nach oben korrigieren. Fieber schwächt Patienten, hat aber eine wichtige Funk­tion: Es hilft dem Immun­system, Viren zu töten. Gefähr­lich für die Betroffenen wird es erst ab etwa 42 Grad. Dann drohen Organschäden.

Das bietet der test-Artikel

  • Die Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest erklären, welche Wirk­stoffe und Arznei­mittel bei Husten, Schnupfen, Hals­schmerzen und Fieber helfen.
  • Unsere vier Tabellen zeigen Wirk­stoffe, Darreichungs­formen und Preise für insgesamt 53 Erkältungs­mittel.
  • Außerdem erklären wir, was von den gängigen Haus­mitteln und Kräutern zu halten ist, die bei Erkältungs­krankheiten einge­setzt werden.

Mehr Infos im test Spezial Medikamente

Erkältung Test

Der vorliegende Artikel findet sich auch im aktuell erschienenen test Spezial Medikamente. Darin stellt die Stiftung Warentest die jeweils besten und güns­tigsten rezept­freien Medikamente zu häufigen Krankheiten und Beschwerden vor. Behandelt werden unter anderem die Themen Schmerzen, Fieber, Schlafstörungen, Heuschnupfen, Wunden, Juck­reiz, Insekten­stiche, Sodbrennen, Durch­fall und Verstopfung. Die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest erklären, worauf bei der Einnahme der Arzneien zu achten ist, und geben Tipps, wie Kinder, Erwachsene und Senioren schneller wieder gesund werden. Das test Spezial Medikamente umfasst 96 Seiten und ist für 8,50 Euro im test.de-Shop erhältlich.

Dieser Artikel erschien erst­mals am 15. Februar 2014 auf test.de und wurde seitdem mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 25. November 2016. Nutzer­kommentare können sich daher auf eine ältere Fassung beziehen.

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