Kosten: Was Kassen zahlen

Fest­betrag. Gesetzliche Kassen über­nehmen Fest­beträge. Diese wurden Ende 2013 fast verdoppelt. In der Regel liegen sie bei rund 734 Euro pro Hörgerät oder 1 320 Euro für beide Ohren. Der Akustiker muss Kassenpatienten zuzahlungs­freie Geräte anbieten. Oft gleichen auch diese laut Experten den Hörverlust gut aus. Extraausstattung, etwa für Ästhetik oder Komfort, bezahlt der Kunde. Kassen­leistungen für Hörgeräte sind alle sechs Jahre möglich. Was private Versicherungen erstatten, hängt vom Tarif ab.

Rechts­anspruch. Ermöglicht nach­weislich nur ein teureres Gerät gutes Hören – vor allem Sprach­verstehen trotz Störschall – müssen gesetzliche Krankenkassen die Mehr­kosten auf Antrag über­nehmen. Lehnt die Kasse ab, können Versicherte Wider­spruch einlegen und zur Not vor das Sozialge­richt ziehen. Infos und Vorlagen www.schwerhoerigen-netz.de/beratungsrichtlinie.

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