Noch in diesem Jahr soll es in Deutschland Erdgas aus der Steckdose geben. Das kündigt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) in Bonn an. Danach haben Fachleute jetzt neue Leitungen entwickelt, die unter Putz verlegt werden, und den Anschluss erdgasbetriebener Haushaltsgeräte wie beispielsweise eines Wäschetrockners, Gasherds oder Erdgasgrills weiter vereinfacht. Zum Anschluss der Geräte muss man nur noch den Stecker in die Erdgassteckdose stecken.

Zwar seien erdgasbetriebene Haushaltsgeräte derzeit noch teurer als elektrische Geräte, hieß es. Der erdgasbetriebene Wäschetrockner verbrauche dafür aber rund ein Drittel weniger Energie als ein elektrisch betriebener Trockner.

Die Erdgassteckdose unterscheide sich kaum von der herkömmlichen Netzsteckdose. Auch das Verlegen der Erdgasleitungen im Haus sei unkompliziert, teilt der Verband mit. Flexible Rohrleitungen, die durch einen einfachen Pressvorgang miteinander verbunden werden könnten, sparten bis zu 30 Prozent der bisher für die Installation von Gasleitungen üblichen Kosten. Vorbild für die deutsche Erdgassteckdose sei ein in Japan bereits genutztes Modell.

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