Glossar: Weshalb Konfitüre keine Marmelade ist

Marmelade. Das im Alltag am häufigsten verwendete Wort für Brot­aufstrich aus Früchten. Laut Konfitüren­ver­ordnung dürfen sich nur Produkte aus Zitrusfrüchten so nennen, etwa aus Orange. „Erdbeermarmelade“ gibt es somit offiziell nicht. Ausnahme: Erzeug­nisse, die auf Bauern- oder Wochenmärkten angeboten werden.

Konfitüre. Laut Konfitüren­ver­ordnung eine streich­fähige Zubereitung aus dem Frucht­mark oder der Frucht­stück­masse (Pülpe) eines oder mehrerer Früchte – plus Zucker und Wasser. Aroma- und Farb­stoffe sind nicht erlaubt. Der vorgeschriebene Frucht­anteil variiert je nach Frucht­art. Bei Erdbeer­konfitüre liegt er bei mindestens 35 Prozent, bei roten Johannis­beeren reichen beispiels­weise 25 Prozent aus.

Konfitüre extra. Hat im Vergleich zur einfachen Konfitüre einen höheren Frucht­anteil. Erdbeer­konfitüre extra muss mindestens 45 Prozent Frucht enthalten. Die 15 Konfitüren extra im Test schaffen das locker: Sie bringen es auf 50 bis 55 Prozent Frucht.

Frucht­aufstrich. Die Zusammenset­zung eines Frucht­aufstrichs ist in keiner Verordnung geregelt. Die Hersteller haben somit einen großen Spielraum und nutzen ihn für Inno­vationen. Sie können mehr Zutaten verwenden als bei der klassischen Konfitüre, auch sind mehr Zusatz­stoffe zugelassen. In der Regel haben Frucht­aufstriche einen höheren Frucht­anteil als Konfitüre extra: Von den 14 Frucht­aufstrichen im Test bietet jeder zweite einen Frucht­anteil von mindestens 70 Prozent.

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