Absicherung des Part­ners: Es geht auch anders

  • Wohn­recht. Lebte das Paar zusammen in der Eigentums­wohnung oder im Privathaus des einen Part­ners, kann der andere die Immobilie für einen Zeitraum von 30 Tagen nach dem Erbfall weiter nutzen („Dreißigster“). Nach dieser Schon­frist muss er damit rechnen, dass ihn die Erben vor die Tür setzen. Das Paar kann dies ausschließen, indem der Eigentümer dem Lebens­partner in seinem Testament ein zeitlich befristetes oder lebens­langes Wohn­recht einräumt.
  • Vermächt­nis. Partner können sich auch mit einem Vermächt­nis absichern. Damit kann ein bestimmter Teil des Vermögens, etwa ein Geld­betrag oder eine Immobilie, dem über­lebenden Partner zugedacht werden. Sons­tige Pflichten, wie sie etwa einen Erben treffen, sind mit einem Vermächt­nis hingegen nicht verbunden. Der Partner wird nicht Erbe, sondern kann das Zugesprochene von den Erben, etwa den Kindern, fordern. Diese sind verpflichtet, das Vermächt­nis zu erfüllen.
  • Schenkung. Partner können sich Vermögens­werte auch zu Lebzeiten schenken. Darauf kann allerdings Schenkung­steuer fällig werden.

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