Die Steuer­einnahmen aufgrund von Erbschaft und Schenkung erreichten im Jahr 2015 einen neuen Höchst­stand. Im Vergleich zum Jahr 2014 stiegen sie um 15,4 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. Das geht aus der jähr­lichen Erbschaft- und Schenkung­steuer­statistik des Statistischen Bundes­amts hervor.

Interes­sant dabei: Erben und Beschenkte bescherten dem Staat Rekord­einnahmen, obwohl insgesamt weniger Vermögen über­tragen wurde als im Vorjahr. Knapp 102 Milliarden Euro haben die Finanz­verwaltungen der Länder dafür veranlagt – knapp 7 Milliarden Euro weniger als 2014.

Die Erklärung der Statistiker für diese Zahlen: Insgesamt wurde weniger Betriebs­vermögen vererbt, das durch viele Ausnahmen steuerlich privilegiert ist. Statt­dessen nahm die Staats­kasse mehr Steuern durch vererbte und verschenkte Grund­stücke ein – wofür es mehr zu holen gibt.

So blieb unterm Strich trotz weniger Vermögens­über­tragungen mehr Geld für die öffent­liche Hand übrig.

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