Erbschaftsteuer Meldung

Die Reform der Erbschaftsteuer kommt. Erste Eckpunkte stehen bereits fest. Viele Einzelheiten müssen aber noch geklärt werden.

Bewertung: Alle Vermögensarten sollen mit ihrem Verkehrswert versteuert werden. Das ist bei Wertpapieren und Geldvermögen schon heute so. Für Immobilien aber gilt ein Abschlag von etwa einem Drittel und mehr. Künftig soll der aktuelle Verkehrswert angesetzt werden.

Freibeträge: Für nahe Verwandte werden sich die Freibeträge erhöhen. Ehepartnern soll ein Steuerfreibetrag von 500 000 Euro eingeräumt werden, bisher sind es 307 000 Euro. Für Kinder sind 400 000 Euro (bisher 205 000 Euro) geplant, für Enkelkinder 200 000 Euro (bisher 51 200 Euro). Eingetragene Lebenspartner sollen nun denselben Freibetrag erhalten wie Ehepaare, also 500 000 Euro statt bisher 5 200 Euro. Für alle anderen, also auch für Geschwister, andere Verwandte und Nichtverwandte, soll der Freibetrag künftig auf 20 000 Euro (bisher 5 200 Euro) angehoben werden.

Steuersätze: Für Erbschaften bleibt es bei den drei Steuerklassen, die nach Verwandtschaftsgrad gestaffelt sind. In Klasse I für Ehegatten, Kinder und Enkel ändern sich die Steuersätze nicht. Sie bleiben zwischen sieben Prozent bei Vermögen bis 52 000 Euro und 30 Prozent bei Vermögen über 25 565 000 Euro – nach Abzug der Freibeträge. In den Steuerklassen II und III sollen die Sätze je nach Höhe des vererbten Vermögens künftig zwischen 30 und 50 Prozent liegen.

Termine: Die Reform soll im ersten Halbjahr 2008 in Kraft treten, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2007. Geplant ist, dass Erben bis zum Inkrafttreten wählen können, ob sie sich lieber nach dem alten oder dem neuen Steuerrecht veranlagen lassen.

test wird im nächsten Heft ausführlich über die neue Erbschaft- und Schenkungsteuer berichten.

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