Eon Energie Meldung

Mit dem neuen Tarif MixPower des Stromproduzenten Eon wird der Strom teurer. Bei diesem Tarif soll der Kunde selbst festlegen, aus welchen Energiequellen er künftig seinen Strom beziehen will: aus Atomkraft, Kohle, Wasser, Wind, Biogas oder Sonne. Der Strompreis hängt von der Mischung ab, die sich der Kunde zusammenstellt.

Doch egal für welchen Mix er sich entscheidet: Der Kunde wird mehr zahlen als bisher. Wer beispielsweise vom Normaltarif zu MixPower für den "ökonomischen Typ" wechselt, zahlt bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr gut 9 Prozent mehr als bisher. Setzt der Kunde voll auf Wasserkraft, kostet MixPower gegenüber dem vergleichbaren Eon-Tarif Aquapower knapp 20 Prozent mehr. Da bleibt er besser im alten Tarif.

Besonders teuer wird die Stromrechnung für Kunden, die einen hohen Energieanteil aus Wind, Sonne und Biogas wählen. Dabei produziert und liefert Eon aus diesen Energiequellen bislang keinen Strom in nennenswertem Umfang. Allenfalls mittel- bis langfristig können Kunden durch die Wahl des Energiemixes die Produktion des Stromriesen beeinflussen.

Fazit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: "MixPower rechnet sich vor allem für die Konzernkasse ­ aber weder für die Kundschaft noch vorerst für die Umwelt."

Tipp: Wenn Sie Ökostrom wollen, sollten Sie besser einen zertifizierten Ökotarif wählen. Gütesiegel erteilen zum Beispiel das Ökoinstitut Freiburg in Zusammenarbeit mit dem WWF und der Verbraucherzentrale NRW.

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