Schnupfen: Richtig behandeln

- Bei Erkältungsschnupfen abschwellende Nasentropfen benutzen, am besten Sprays.

- Während der Schnupfen- Phase 3- bis 4-mal täglich (und danach 1-3 täglich zur Vorbeugung) die Nase mit einer Salzspülung befeuchten und reinigen.

- Viel Flüssigkeit, am besten warmen Tee trinken ­ das verdünnt den Schleim.

- Inhalationen: nicht zu heißer Wasserdampf. Etwa 15 bis 30 Minuten zuvor abschwellende Nasentropfen nehmen.

- Feucht-kalte wie überheizte, trockene Räume meiden.

- Auf Alkohol verzichten; Alkohol kann Anschwellen der Schleimhäute verursachen.

Hilfreich sind rezeptfreie pflanzliche Arzneimittel mit einer leichten schleimlösenden, entzündungshemmenden Wirkung. Das am häufigsten ärztlich verordnete Heilpflanzenpräparat ist übrigens eines mit der Indikation Nasennebenhöhlenentzündung.

Auf keinen Fall ohne ärztliche Verschreibung und auf Verdacht antiallergische Medikamente (Antihistaminika) nehmen: Sie verdicken den Schleim und erschweren dadurch seinen Abtransport.

Abschwellende Nasentropfen sollten nur zeitlich begrenzt genutzt werden. Was "zu lange" bedeutet, sehen Experten unterschiedlich: von "3 bis 5 Tagen" bis zu "nicht länger als 6 Wochen".

Allergisch bedingte Erkrankungen müssen vorrangig mit antiallergischen Medikamenten (Antihistaminika) behandelt werden. Schon um eine Ausdehnung der Erkrankung zu vermeiden, setzen viele Ärzte aber schon frühzeitig Antibiotika ein. Nicht immer ist bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Manchmal heilt sie auch nach rund 10 Tagen allein bei unterstützenden Maßnahmen ab. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt als Begleittherapie noch Akupunktur.

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