Entzündung des Auges Meldung

Ein rotes Auge ist nicht immer eine Bagatelle. Manchmal steckt mehr dahinter als eine Bindehautentzündung.

Ursachen. Meist steckt eine Bindehautentzündung hinter einem roten Auge. Manchmal verbirgt sich ein Fremdkörper unter dem Augenlid. Auch ein plötzlicher Druckanstieg im Auge kann zur Rötung führen. Sie kann aber auch Symptom einer Entzündung der mittleren Augenhaut sein, einer Regenbogenhautentzündung (Uveitis).

Schaden. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann das Auge auf Dauer Schaden nehmen: Der Pupillenrand kann mit der Linse verkleben; bleibende Glaskörpertrübungen sind möglich, der Sehnerv kann irreparabel geschädigt werden, es kann zur Narbenbildung an Aderhaut und Netzhaut kommen – sogar zu Erblindung.

Diagnose. Wichtig ist bei einer Untersuchung des roten Auges der fachkundige Einsatz der Spaltlampe. „In vielen Fällen werden aber ohne eine solche Untersuchung bereits Antibiotika oder Kortison verabreicht, auch wenn oftmals gar keine Infektion oder tieferliegende Entzündung vorhanden ist und stattdessen die Gabe eines Antiallergikums oder von Tränenersatzflüssigkeit sinnvoller wäre“, sagt Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Therapie. Wenn sich der Verdacht einer Entzündung der Regenbogenhaut bestätigt, stehen für die lokale Behandlung Augentropfen, Gels und Salben zur Verfügung, die hochwirksame entzündungshemmende Medikamente, Steroide, enthalten. Sie können auch hinter das Auge oder ins Auge gespritzt werden. Wenn die Regenbogenhautentzündung mit rheumatischen Erkrankungen verbunden ist, stimmen sich Augenärzte und Rheumatologen über die Therapie ab.

Tipp: Weitere Infos finden Sie unter

www.augeninfo.de,
www.test.de
www.medikamente-im-test.de,
Suchbegriffe „Gefäßschäden am Auge“ und „Bindehautentzünung“.

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