Weniger Darm – mehr Gehirn: Die Erfindung des Kochens und das Fleischessen könnten die Entwicklung des Menschen nach Ansicht britischer Anthropologen entscheidend vorangebracht haben. Ihre These: Gekochtes Essen und kalorienreiche Fleischnahrung benötigen bei der Verdauung nicht so viel Platz wie rohe Pflanzenkost. Durch die Umstellung habe sich der Darm des Menschen verkleinern können. Die so gesparte Energie habe die Evolution wiederum ins Gehirn investiert.

Das Volumen des menschlichen Hirns hat sich in den vergangenen drei Millionen Jahren mehr als verdreifacht und braucht heute 20 Prozent der Energie des Organismus, führen die Forscher dazu aus. Nach dem Gehirn braucht dabei der Darmtrakt die meiste Energie. Er ist jedoch 900 Gramm leichter, als bei einem Säugetier von der Größe des Menschen zu erwarten wäre. Dass der Darm des Menschen früher wesentlich größer war, beweisen Skelettfunde.

Trotz dieser Erkenntnis: Lassen Sie sich nicht davon abhalten, reichlich Obst und Gemüse zu essen, und zwar gekocht und auch roh. Denn beides enthält für die Gesundheit wichtige Stoffe und füllt kalorienarm den Magen.

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