Meditation: Ausblenden und konzentrieren : Innere Bilder

Entspannungsverfahren Special

Meditation: Äußere Sinneseindrücke ausblenden, auf den Atem oder ein Klangwort konzentrieren.

Das Konzept: Meditative Verfahren haben ihren Ursprung in religiösen Übungen, die der Erweiterung des Bewusstseins dienen sollen. Heute gilt Meditation auch als Technik, den Umgang mit sich selbst und den Belastungen des Lebens zu verbessern. Unter anderem geht es darum, sich von äußeren Sinneseindrücken zu-rückzuziehen. Als Nebeneffekt tritt dann körperliche Entspannung ein.

Der Übungsablauf: Meditation wird im Sitzen, manchmal auch im Gehen praktiziert. Bei unterschiedlichen Meditationsformen konzentriert man sich auf den Atemrhythmus oder auf ein inneres Bild, die Betrachtung einer flackernden Kerze, ein Klangwort (Mantra). So wird der Strom der Alltagsgedanken unterbrochen. Charakteristisch ist die Konzentration auf den Augenblick. Ablenkungen wie Geräusche oder Gedanken werden wahrgenommen, ohne sie zu bewerten. Einige Meditationsformen sind auch heute noch religiös motiviert oder Teil eines übergeordneten (Glaubens-)Systems. Andere wurden speziell für therapeutische Zwecke entwickelt – wie die Achtsamkeitsmethode – und bemühen sich um weltanschauliche Neutralität.

Die Wirkung: Über die konkreten Auswirkungen der Meditationsverfahren ist wenig bekannt. Die Vielzahl von Formen und Techniken, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat, erschwert eine wissenschaftliche Bewertung. Allerdings ist ein Entspannungseffekt, der das Wohlbefinden erhöht, wahrscheinlich. Das hängt aber unter anderem davon ab, über welchen Zeitraum jemand meditiert.

Die Anwendungsbereiche: Meditation ist kein Verfahren, um Störungen und Krankheiten zu behandeln. Dennoch wird vor allem ihre entspannende Wirkung medizinisch genutzt, zum Beispiel um Stress abzubauen oder Schlafstörungen zu verringern.

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