Entspannungsverfahren Special

Zu viel Alltags­hektik und Stress im Job machen krank. Damit es erst gar nicht dazu kommt, sind Phasen der Entspannung wichtig. Mindestens einmal am Tag. Die beste Stress­bremse ist ein systema­tisches Entspannungs­training. test stellt die wichtigsten Entspannungs­verfahren vor.

Alarm im Hirn

Stress findet nicht nur im Kopf statt. Er erzeugt auch heftige körperliche Reaktionen. Bei Ärger, Streit oder Zeitdruck schrillt im Gehirn früher oder später ein Alarm, der eine Hormonkaskade auslöst – unter anderem von Adrenalin und Kortisol. Die bringt den Körper auf Hochtouren: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Muskeln spannen sich an, Schweiß bricht aus. Die körperliche Stressreaktion stammt aus der Steinzeit und sollte die Leistungskraft unserer Vorfahren steigern, sie auf Kampf oder Flucht einstimmen. Wer aber relativ inaktiv am Schreibtisch oder im Auto sitzt, kann den Energieschub und die körperliche Aktivierung nicht nutzen.

Herz und Kreislauf ständig überfordert

Zu viel Stress macht krank, vor allem wenn er den Körper bis zum Daueralarm aufputscht. Herz und Kreislauf sind ständig überfordert, während andere Organe – die für Kampf oder Flucht unnötig sind – auf Sparflamme geschaltet werden: Niere, Darm, Sexualfunktionen und das Immunsystem – die Abwehrkräfte gegen Krankheiten können geschwächt werden.

Ausgleich für Hektik und Arbeitsdruck einplanen

Um die Folgen von Stress zu vermeiden, sollte man mindestens einmal am Tag eine halbe Stunde entspannende Aktivitäten oder auch ganz bewusst Nichtstun einplanen, um wieder aufzutanken. Faulenzen, aus dem Fenster schauen, spazieren gehen, Musik hören sind ein guter Ausgleich für Hektik und Arbeitsdruck.

Systematisches Entspannungstraining am besten

Noch besser funktioniert ein systematisches Entspannungstraining als Stressbremse. Das haben Forscher in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt. Bewährte Entspannungsverfahren bewirken im Gegensatz zur Stressreaktion, dass der Blutdruck sinkt, das Herz langsamer schlägt, der Sauerstoffverbrauch ebenso abnimmt wie der Anteil der Stresshormone im Blut. Neben der Stressbewältigung eignen sich einige Verfahren sogar im Rahmen von Therapieplänen zur begleitenden Behandlung von Erkrankungen.

Strom der Alltagsgedanken unterbrechen

Entspannungsverfahren helfen dabei, in kürzester Zeit den Spannungszustand des gesamten Organismus zu verringern. Die meisten Techniken gehen von zwei grundlegenden Gemeinsamkeiten aus: langsamer, tiefer Atmung und lockeren, entspannten Muskeln. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Reizflut von Wahrnehmungen einzudämmen und den Strom der Alltagsgedanken zu unterbrechen.

Bewährte Entspannungsverfahren

test stellt vier bewährte Entspannungsverfahren näher vor: Zu den am besten untersuchten Methoden gehören die progressive Muskelentspannung und das autogene Training. Auch Yoga und Meditation haben sich bewährt, obwohl sie teilweise einen viel umfassenderen Ansatz zur Bewusstseinserweiterung verfolgen.

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