Weil Telefonfirmen an Dialern verdienen, haften sie auch bei Missbrauch.

Wenn sich ein Internet-Wählprogramm (Dialer) heimlich auf dem Computer installiert, muss der Kunde die dadurch entstehenden Kosten nicht bezahlen (Bundesgerichtshof, BGH Az. III ZR 96/03). Eine Berlinerin hatte gegen die Telefongesellschaft Berlikomm geklagt, die ihr rund 9 000 Euro in Rechnung stellte. Der Fall ging durch mehrere Instanzen.

Wie der BGH entschied in einem anderen Fall auch die Regu­lie­rungs­behörde Tele­kommu­ni­kation und Post (RegTP) verbrau­cherfreund­lich: Sie verbot der Firma Hanseatische Abrechnungssysteme GmbH (HAS) Rechnungslegung und Inkassierung für die Zeit ab 15. August 2003. Rechnungen der HAS über je 69,95 Euro für angeblich per Telefonanruf geschlossene Verträge über die Frankfurter Festnetznummer 069/42 72 69 98  müs­sen also nicht bezahlt werden.

Dennoch: Vorbeugen ist besser als ein Rechtsstreit nach dem Schaden. Tipps zum Schutz vor Dialern finden Sie im Special Internet- und Telefon-Abzocke.

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