Georg W. (48) aus K., 03.02.2014:

„Mein acht­jähriger Sohn wurde als Zuschauer bei einem Eishockey­spiel mit voller Wucht von einem Puck am Kopf getroffen. Er musste mit dem Rettungs­wagen ins Kranken­haus einge­liefert werden und hätte fast ein Auge verloren. Der Haft­pflicht­versicherer des Eishockey­clubs hat ungefähr sechs (!) Monate gebraucht, um die „Sach- und Rechts­lage zu klären“. Angeblich besteht kein Versicherungs­schutz. Er schrieb wörtlich: „(…) Am Unfall­tag hatte unsere Versicherte eine ordnungs­gemäße Absicherung des Spiel­feldes vorgenommen. (...) Die Wahr­scheinlich­keit, dass ein Puck über die Bande fliegt, ist sehr gering und kommt nur in sehr seltenen Fällen vor. Um auch vor einem möglichen Quer­schläger zu warnen, (...) wird vom Hallen­sprecher jeweils zu Anfang jeden Spiel­drittels die Sicher­heits­durch­sage vorgenommen, dass während des Spiels jeder Zuschauer immer auf den Puck zu achten hat. Auch wenn wir den Unfall des Kindes außer­ordentlich bedauern, können wir ein Verschulden und eine damit verbundene Haftung unseres Mandanten nicht fest­stellen. Der Unfall ist vielmehr auf ein schick­salhaftes Ereignis zurück­zuführen“.“

Ergän­zung, 15.09.2016:

„Inzwischen steht fest: Die Weigerung der Versicherung, Schmerzens­geld und Schaden­ersatz zu zahlen, war rechts­widrig. Auf die Klage unserer Rechts­anwältin hin hat das Amts­gericht Köln den Eishockey­club dazu verurteilt, fast 2 500 Euro an uns zu zahlen. Das Urteil fiel am 22. Juni 2016 und hat das Aktenzeichen 144 C 309/15. Es ist inzwischen rechts­kräftig. Unser Sohn ist zum Glück längst wieder gesund. Er lag allerdings drei Tage mit einer Schädelprellung im Kranken­haus und hat eine Narbe zurück­behalten.“

Ergän­zung, 19.01.2018:

„Die Entschädigung (einschließ­lich Verzugs­zinsen) ist erst jetzt, also 18 Monate (!) nach dem Urteil und mehr­facher Erinnerung auf meinem Konto einge­troffen.“

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