Dieter J. (61) aus Hoch­heim, 08.04.2015:

„Mich hat ein Auto­fahrer mit seinem Geländewagen absicht­lich gerammt, nachdem ich mich bei ihm vor einer roten Ampel über knappes Über­holen beschwert hatte. Ich erlitt multiple schwere Verletzungen. Ich musste inzwischen in Rente gehen und bin schwerst­behindert. Die Kfz-Haft­pflicht­versicherung berief sich auf das VVG (Versicherungs­vertrags­gesetz). Sie müsse nicht zahlen, weil der Unfall vorsätzlich herbeigeführt wurde. Der Fahrer wurde später zu zwei Jahren und drei Monaten Gefäng­nis verurteilt. Das sonst für die Entschädigung der Opfer von Gewalt­taten geltende Opfer­entschädigungs­gesetz springt nicht ein, wenn die Tat mit einem Auto ausgeführt wurde. Mein Fall lag dann bei der Verkehrs­opfer­hilfe e.V. in Hamburg. Die zahlte aber auch nicht und gab den Fall wieder zurück an die Kfz-Haft­pflicht­versicherung. Nun musste die Haft­pflicht­versicherung aufgrund der Betriebs­gefahr des Wagens doch noch zahlen. Die Deckungs­summe lag aber nur bei 600 000 Euro. Außerdem regulierte der Versicherer nur sehr zögerlich und spielte auf Zeit. Erst eine Rechts­anwalts-Kanzlei, die die Machenschaften der Versicherungen gut kennt, konnte mir helfen. Sie handelte für mich einen Vergleich aus. Sieben Jahre hat es gedauert, bis ich annähernd die Leistungen der Versicherung erhalten habe.“

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