Entschädigung Meldung

Eine Wespe stach einem Bahn­mit­arbeiter in die Hand, als er während der Arbeits­zeit nach seinem Schlüssel­bund suchte. Er erlitt einen allergischen Schock und war einige Tage arbeits­unfähig. Seinen Antrag, den Wespenstich als Dienst­unfall anzu­erkennen, lehnte der Dienst­herr ab. Es sei kein Zusammen­hang zwischen Stich und Arbeit erkenn­bar. Der Vorfall hätte auch andern­orts zu anderer Zeit geschehen können und gehöre zum allgemeinen Lebens­risiko. Der Mann klagte und bekam vor dem Verwaltungs­gericht Gelsenkirchen recht (Az. 12 K 683/16): Ein Dienst­unfall setzt nicht voraus, dass Beamte bei ihrer Tätig­keit höherer Gefahr ausgesetzt sind als die restliche Bevölkerung. Auch auf die Schwere des Schadens kommt es nicht an. Der Mann wird entschädigt.

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