Entsafter Test

Süß, pikant, leichte Bitternoten – selbst­gepresste Säfte aus Obst und Gemüse bieten über­raschend reichhaltige Aromen. Und sind gesund. Die Stiftung Warentest hat 15 elektrische Entsafter mit Preisen von 36 bis 600 Euro geprüft: Von gut bis mangelhaft ist alles dabei. Unterschiede gibt es vor allem in der Saft­ausbeute. Auch im praktischen Gebrauch und beim Saubermachen zeigen sich Vor- und Nachteile und nicht zuletzt in der Halt­barkeit. Vier Geräte sind im Dauer­test auf der Strecke geblieben.

Saft­pressen sind leiser als Zentrifugen

Wer einen elektrischen Entsafter kaufen will, muss sich entscheiden: Zentrifuge oder Presse. Zentrifugen zerkleinern das Obst zunächst mit einer Reibscheibe und schleudern dann den Saft durch Zentrifugal­kraft aus dem Frucht­fleisch. Saft­pressen zerquetschen die Früchte üblicher­weise mit einer Press­schnecke. Was beim Arbeiten sofort auffällt: Pressen ist deutlich leiser als Zentrifugieren. Vor allem bei Äpfeln und Möhren sind die Zentrifugen etwas lauter und schriller. Die Pressen machen dagegen leise, rollende und mahlende Geräusche.

Viel Frucht­fleisch und wenig Schaum

Entscheidend für die Saft­ausbeute ist das Entsafterprinzip allerdings nicht. Der gepresste Saft ist aber homogener und enthält mehr Frucht­fleisch und Zell­stoffe als der Saft aus den Zentrifugen – gut für den Geschmack. Der Saft aus den Zentrifugen trennt sich dagegen häufig in einen klaren und einen trüben, frucht­fleisch­haltigen Teil. Über­dies entsteht beim Pressen weniger Schaum als in der Zentrifuge.

Philips holt am meisten Saft aus den Früchten

Die Saft­ausbeute der Geräte unterscheidet sich zum Teil deutlich voneinander. Einige Entsafter holen ein Drittel mehr aus den Früchten als andere – zum Teil sogar das Doppelte. Philips holt aus dem Obst und Gemüse im Test am meisten heraus – und das mit sehr wenig Aufwand. Er ist der einzige mit rundum sehr guter Saft­ausbeute bei Äpfeln, Möhren und Weintrauben sowie einem der besten Ergeb­nisse in der Hand­habung. - Die meisten Geräte sind gut beim Entsaften, einige immerhin befriedigend. Doch einige Geräte enttäuschen bei bestimmten Früchten.

Zentrifugen sind preisgüns­tiger als Saft­pressen

Die Zentrifugen kosten mit 36 bis 199 Euro deutlich weniger als die Saft­pressen, die zwischen 102 und 600 Euro liegen. Zwar ist die teuerste Presse im Test auch die beste Presse. Doch 600 Euro müssen Kauf­interes­senten für einen Entsafter nicht ausgeben – gute Zentrifugen gibt es auch schon für deutlich weniger Geld. Zu spar­sam sollte man aber auch nicht sein: Die billigsten Geräte hatten die größten Probleme im Dauer­test.

Vier Entsafter haben den Dauer­test nicht bestanden

Für den Dauer­test waren alle Entsafter insgesamt mehr als 80 Stunden in Betrieb. Vier Geräte sind bereits ziemlich früh mit Motorlagerschaden ausgefallen, teil­weise nach weniger als 8 Betriebs­stunden. Ein weiteres Gerät fiel erst gegen Ende der Dauer­prüfung aus. Das Urteil für die Halt­barkeit ist deshalb in diesem Fall noch ausreichend.

In Zentrifugen passen ganze Äpfel hinein

Mit den Zentrifugen lässt sich meist deutlich schneller arbeiten als mit den Pressen. Sie entsaften zum einen schneller. Hinzu kommt, dass die Zentrifugen – bis auf eine Ausnahme – größere Einfüll­schächte haben als die Pressen: Es passen ganze Äpfel hinein. Aber auch Kinderhände – daher Vorsicht! Bei den Pressen müssen die Früchte vorher geviertelt werden. Das kostet Zeit. Ein weiterer großer Plus­punkt der Zentrifugen ist, dass sie sich meist leichter reinigen lassen als die Pressen. Worauf Sie beim Saubermachen des Entsafters achten müssen, erfahren Sie im Entsafter-Test von den Experten der Stiftung Warentest.

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