Viele Alleinerziehende sollen jetzt doch den Entlastungsbetrag von jährlich 1 308 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2004 bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der im Juni den Bundestag passiert hat.

Auch für volljährige Kinder

Auch Mütter und Väter, deren Kinder über 18 Jahre sind, sollen Anspruch auf den Entlastungsbetrag haben. Voraussetzung ist, dass ihre Kinder zum Haushalt gehören und sie für die Jugendlichen Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibeträge haben. Auch die Regel, dass kein anderer Erwachsener mit im Haushalt leben darf, will Berlin lockern. Bei Geschwistern, die Wehr- oder Zivildienst leisten, soll das Finanzamt eine Ausnahme machen.

Übertragung nicht mehr möglich

Außerdem sollen die Meldepflichten nicht mehr so streng sein. Es soll reichen, wenn Kinder mit einem Nebenwohnsitz in der Wohnung der Mutter oder des Vaters gemeldet sind. Die weniger gute Nachricht: Hat ein Kind bei einem Elternteil den Haupt- und bei dem anderen den Nebenwohnsitz, soll der den Entlastungsbetrag erhalten, dem das Kindergeld zusteht. Die Übertragung zwischen Mutter und Vater soll nicht mehr möglich sein. Beobachter gehen davon aus, dass der Bundesrat den vom Bundestag beschlossenen Änderungen zustimmt.

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