Enterben

Pflicht­teils­recht naher Angehöriger: Weit mehr als ein Trost­pflaster

Inhalt

Nahen Verwandten steht ein Mindest­anteil am Nach­lass zu: der Pflicht­teil. „Pflicht­teils­berechtigt“ sind Kinder, Enkel und Urenkel des Vererbenden, sein Ehepartner und seine Eltern. Die Existenz naher Verwandter schließt das Pflicht­teils­recht weiter entfernter aus. Das heißt: Lebt das Kind noch, bekommen die Enkel nichts.

Der Pflicht­teil ist ein Geld­anspruch gegen­über dem oder den Erben. Er umfasst die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Die Höhe hängt vom Verwandt­schafts­verhältnis und der Zahl der Erben ab, bei Eheleuten auch vom vereinbarten Güter­stand. Ein Beispiel: Ein Paar ist in Zugewinn­gemeinschaft verheiratet. Der Mann stirbt und hinterlässt 100 000 Euro. Die Frau bekommt als gesetzlichen Erbteil die Hälfte. Die zwei Kinder bekommen die andere Hälfte, also je 25 000 Euro. Wurde ein Kind auf den Pflicht­teil gesetzt, bekommt es „nur“ 12 500 Euro.

Mehr zum Thema

  • Testament So regeln Sie Ihr Erbe nach Ihren Wünschen

    - Mit einem klug formulierten Testament können Sie Angehörige absichern, Konflikte unter Erben vermeiden und Steuern sparen. Hier lesen Sie, wie es geht.

  • Testaments­voll­stre­ckung Wann ein Testaments­voll­stre­cker sinn­voll ist

    - Ein Testaments­voll­stre­cker kann Streit unter Erben vermeiden oder dafür sorgen, dass Minderjäh­rige ihr Erbe nicht verprassen. Lesen Sie hier alles Wissens­werte.

  • Immobilien Vererben oder verschenken? So finden Sie den richtigen Weg!

    - Sprunghaft gestiegene Immobilien­preise führen zur Sorge vor der Erbschaft­steuer. Ob sie berechtigt ist und wie eine Schenkung beim Steu­ersparen hilft, verraten wir hier.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.