Vertragsbedingungen: Kein Vertrag ohne Rechtsverstoß

Streichen Sie Vertragsklauseln, die Ihnen nicht passen.

Alle Verträge, die unsere Testpersonen mit den Sprachschulen abgeschlossen haben, enthalten Klauseln, die gegen geltendes Recht verstoßen und die Kunden benachteiligen. Bei inlingua, Berlitz und Fokus war die Benachteiligung durch die allgemeinen Geschäftsbedingungen so erheblich, dass sie das test-Qualitätsurteil um eine halbe Note nach unten drückte. Rechtswidrige Klauseln sind unwirksam, doch muss der Kunde klagen, wenn er zu seinem Recht kommen will. Vor Vertragsabschluss sollten Sie das „Kleingedruckte“ unbedingt lesen. Achten Sie auf folgende Punkte:

  1. Der Vertrag darf keine beliebigen Leistungsänderungen vorsehen, die für den Kursteilnehmer unzumutbar sind. Häufigster Fall: Die Sprachschulen behalten sich Änderungen der Gruppengröße vor. Das ist nur rechtens, wenn die Schülerzahl und der entsprechend angepasste Preis vor der Anmeldung eindeutig angegeben werden.
  2. Unzulässig sind Zahlungsverpflichtungen, nach denen der Kunde die Kursgebühren lange im Voraus bezahlen muss. Vorauszahlungsverpflichtungen für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten sind unwirksam: Wer einen Kurs mit einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten bucht, darf von der Schule nicht verpflichtet werden, vor Kursbeginn alle anfallenden Kosten zu zahlen.
  3. Die Vertragskündigung des Kunden nur dann anzuerkennen, wenn sie per Einschreiben abgegeben wird, ist unzulässig. Rechtsexperten sprechen in diesem Fall von Kündigungsschikanen, weil das Kündigungsrecht des Kunden unnötig erschwert wird. Lassen Sie sich Ihre Kündigung am besten vor Ort schriftlich bestätigen.

Tipp: Streichen Sie Vertragsklauseln, die Ihnen nicht passen. Lassen Sie sich die Änderungen bestätigen. Eine Rechtsberatung erhalten Sie bei den Verbraucherzentralen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1893 Nutzer finden das hilfreich.