Test­kommentar

Langen­scheidt IQ Eng­lisch ist ein inno­vatives Lernpaket für Anfänger – bestehend aus Büchern, Lernsoftware, Audio-Kurs, App und virtuellem Unter­richt. Das Neue daran: Der so genannte Lernmanager im Internet entwickelt für jeden Nutzer einen individuellen Lernweg durch den Kurs, abge­stimmt auf dessen Wünsche und Ziele. Deshalb spricht der Hersteller auch von einem „intelligenten“ Sprach­kurs.

Die einzelnen Bausteine des Lernpakets konnten im Schnell­test über­zeugen. Sie sind didaktisch gut aufbereitet und aufeinander abge­stimmt. Lediglich beim virtuellen Unter­richt sollte der Langen­scheidt-Verlag nachbessern. Leider sind die Lernwege, die der Lernmanager im Internet vorschlägt, didaktisch nicht immer sinn­voll. Außerdem fehlt ein Einstufungs­test, der das Vorwissen, das viele Lernende in der eng­lischen Sprache haben dürften, berück­sichtigt.

Nutzer sollten beim Lernen auf keinen Fall auf die Lehr­bücher verzichten, auch wenn der Lernmanager diese Option anbietet. Ohne Buch fehlt der didaktische rote Faden durch den Kurs. Wer eine Sprache umfassend lernen will, muss die vier Sprach­fertigkeiten – Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören – sowie Wort­schatz und Grammatik gleichermaßen trainieren. Theoretisch ist das mit Langen­scheidt IQ möglich, doch in der Praxis achtet der Lernmanager nicht immer auf Ausgewogenheit. Für Käufer des Kurses heißt das: Sie sollten dem Lernmanager nicht blind vertrauen.

Ganz billig ist Langen­scheidt IQ mit dem Preis von 189 Euro nicht. Doch wer medien- und technikaffin ist und Lust hat, alle Möglich­keiten des Lernpakets auszuschöpfen, kommt durch­aus auf seine Kosten.

Dieser Test wurde vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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