Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, müssen in den kommenden Jahren ausgetauscht werden. Das sieht die von der Bundesregierung verabschiedete Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Veraltete Heizkessel dürfen Hauseigentümer in der Regel längstens bis Ende des Jahres 2005 betreiben. Die Verordnung verpflichtet Hauseigentümer in bestimmten Fällen auch zur nachträglichen Dämmung von Rohrleitungen und zur Dämmung der obersten Geschossdecke.

Allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme: Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen nicht nachrüsten, wenn sie das Haus vor dem Inkrafttreten der EnEV selbst genutzt haben. Doch auch für sie wird sich eine Erneuerung ineffizienter Heizungen durch die geringeren Heizkosten meist auszahlen.

Für Neubauten senkt die Verordnung den erlaubten Heizenergiebedarf um durchschnittlich 30 Prozent gegenüber den heutigen Anforderungen. Niedrigenergiehäuser sind damit künftig die Norm. Außerdem wird für Neubauten ein Energiebedarfsausweis vorgeschrieben, der für mehr Transparenz der energetischen Qualität von Immobilien sorgen soll. Bundesrat und EU-Kommission müssen der Verordnung noch zustimmen. Sie wird voraussichtlich Anfang 2002 in Kraft treten.

Tipps: Günstige Förderkredite zur Finanzierung von Energiesparmaßnahmen gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Infotelefon 0 18 01/33 55 77, www.kfw.de ). Eigentümer älterer Häuser (Baugenehmigung vor 1994, in den neuen Bundesländern vor 1989) erhalten vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss für eine professionelle Energieberatung. Er beträgt für Ein- und Zweifamilienhäuser 650 Mark.

Adressen zugelassener Ingenieure, die auch die Anträge stellen, können beim Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft unter www.rkw.de oder per Fax (0 61 96/49 53 94) erfragt werden.

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