Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 14 Kompakt­leucht­stoff­lampen, 2 Halogenglüh­lampen, 4 LED-Lampen (alle E27).

Einkauf der Prüf­muster: Januar bis März 2010.

Preise: Anbieterbefragung im Januar 2011.

Abwertungen:

War die Licht­ausbeute ausreichend oder schlechter, konnte das Urteil für Umwelt und Gesundheit maximal eine halbe Note besser sein. Sofern das Urteil für Umwelt und Gesundheit ausreichend oder schlechter lautete, war das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser. Wenn Nutz­lebens­dauer oder Schalt­festig­keit ausreichend oder schlechter waren, konnte die Halt­barkeit maximal eine halbe Note besser sein. Bei mangelhafter Dreh­festig­keit des Sockels war die Halt­barkeit maximal eine Note besser. Das test-Qualitäts­urteil konnte maximal eine halbe Note besser sein als die Halt­barkeit. War diese mangelhaft, wurde das test-Qualitäturteil auf diese Note abge­wertet. War die Deklaration ausreichend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine Note besser sein.

Licht­tech­nische Eigenschaften: 40 %

Die Farb­wieder­gabe bewerteten wir anhand des Mittel­wertes der Farb­wieder­gabeindizes R1 bis R15 nach DIN 6169. Helligkeit nach dem Einschalten: Mittels Oszillogrammen wurde das Start­verhalten nach dem Einschalten untersucht (mit oder ohne Vorheizung der Elektroden). Wir ermittelten die Start­zeit bis zum Beginn des Aufleuchtens sowie die Zeiten, bis 50 und 80 Prozent der vollen Licht­ströme erreicht waren (bei 25 °C Umge­bungs­temperatur). Helligkeit bei Kälte und hoher Temperatur: In einem Klima­schrank wurden bei –10, 0 und +50 °C die Licht­ströme über­prüft. Wir bewerteten das Verhältnis dieser Licht­ströme zum Licht­strom bei 25 Grad.

Halt­barkeit: 30 %

Die Nutz­lebens­dauer prüften wir mit je fünf Lampen in Anlehnung an DIN EN 60969 (Schalt­zyklus: 165 Min. „Ein“, 15 Min. „Aus“) über 6 000 Brenn­stunden und kontrollierten dabei den abnehmenden Licht­strom. Bewertet wurde die Brenn­dauer, während der noch mindestens 80 Prozent des deklarierten Licht­stroms zur Verfügung standen. Außerdem wurde die Brenn­dauer bis Total­ausfall gemessen. Die Schalt­festig­keit prüften wir an jeweils drei Lampen über bis zu 90 000 Schaltungen (Zyklus: 0,5 Minuten „Ein“ und 4,5 Minuten „Aus“). Die Dreh­festig­keit des Sockels kontrollieren wir mit einer Drehbelastung von 3 Newton­meter.

Umwelt und Gesundheit: 25 %

Die Licht­ausbeute (Endenergieeffizienz) wurde auf Basis der Mess­werte von Licht­strom und Leistungs­aufnahme als Mittel­wert über die Nutz­lebens­dauer berechnet. Ebenfalls für diesen Zeitraum ermittelten wir den Primär­energie­aufwand in Bezug zur abge­benen Licht­menge; auch der Aufwand für Herstellung und Entsorgung wurde berück­sichtigt (mit Ökobilanz-Daten­bank Ecoinvent 2.1 und Primär­energie­faktor 2,5 für elektrischen Strom). Bei der Raum­luft­belastung bewerteten wir sowohl die subjektive Geruchs­ermitt­lung durch zwei Fachleute als auch die Messung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) nach einstündiger Brenn­dauer in einer Prüfkammer. Queck­silber­bilanz: Potenzielle Emissionen bei der Lampen­entsorgung (Recycling­quote: 10 Prozent) sowie beim Betrieb infolge der Strom­erzeugung durch die Kraft­werke in Relation zur gesamten während der Nutz­lebens­dauer abge­gebenen Licht­menge. Schutz vor Bruch und Queck­silber­dampf: Bewertet wurden der Gehalt und die Art des Queck­silbers (flüssig oder Amalgam) sowie konstruktive Maßnahmen wie Hüll­kolben oder Splitter­schutz.

Ergänzend über­prüften wir Elektromagnetische Wechsel­felder im Abstand von 30 und 50 cm in Anlehnung an DIN EN 55015: Alle Lampen unter­schritten den zulässigen Richt­wert nach ICNIRP.

Deklaration: 5 %

Benotet wurden die prozentualen Abweichungen gemessener Werte von Lebens­dauer, Schalt­festig­keit, Licht­strom und Leistungs­aufnahme zur Deklaration. Außerdem: Infos zu Queck­silber, Entsorgungs­hinweise, Richtig­keit der Energieklasse.

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