Energiespar­lampen Meldung

Kompakt­leucht­stoff­lampen und LEDs gibt es nicht erst seit gestern. Dennoch fällt es vielen Verbrauchern schwer, die richtige Wahl zu treffen. Es geht schon los mit der Frage „Wie hell leuchtet die denn“? test.de erklärt Lumen und Watt – und viele weitere Details auf den Verpackungen von Energiespar­lampen.

Von Watt zu Lumen

Energiespar­lampen im Test: Bester Ersatz für die 60-Watt-Birne

Was früher „Watt“ war, sind heute „Lumen“. Wie hell eine Spar­lampe strahlt, geben die Anbieter in Lumen an. Diese Einheit ist aber noch nicht jedem geläufig, und viele Lampenkunden rechnen noch in Watt. Die Leucht­kraft der klassischen Glühbirne kennen sie aus Erfahrung. Doch wer als Ersatz für seine 60-Watt-Glühbirne eine moderne Spar­lampe kaufen möchte, kommt mit der Watt­angabe nicht weit: LEDs zum Beispiel können mit viel weniger Watt deutlich heller leuchten als die Glühbirne. Und hier kommt die Lumenzahl ins Spiel: Sie ist die Maßzahl für die Helligkeit einer Lampe. Die Watt­zahl dagegen gibt lediglich die Höhe des Strom­verbrauchs an. Doch wie viel Lumen muss die neue Spar­lampe haben, um genauso hell zu leuchten wie die alte Glühbirne? Hier hilft die grobe Faustformel: Watt­zahl der Glühbirne x 10 = Lumenzahl. Eine 60-Watt-Glühbirne sollte also durch eine Spar­lampe mit etwa 600 Lumen ersetzt werden.

Lumen-Werte klassischer Glühbirnen

Wer es etwas detaillierter mag – hier finden Sie die Lumen-Werte klassischer Glühbirnen. Die Daten beruhen auf den Messungen der Stiftung Warentest der letzten Jahre und berück­sichtigen, dass einige Energiespar­lampen im Laufe ihres Leucht­lebens an Lumen verlieren – daher die Spanne in der Umrechnungs-Empfehlung:

  • 25 Watt: 180 bis 200 Lumen
  • 40 Watt: 350 bis 390 Lumen
  • 60 Watt: 590 bis 650 Lumen
  • 75 Watt: 800 bis 890 Lumen
  • 100 Watt: 1 150 bis 1 270 Lumen

Hinweise zum Strom­verbrauch in den Tests

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Energiespar­lampen sind unterschiedlich effizient. Den Verbrauch in Watt geben die Hersteller an, die Licht­ausbeute in Lumen pro Watt allerdings nicht. Für die Modelle, die die Stiftung Warentest getestet hat, finden Sie diesen Wert in den Test-Tabellen, etwa im jüngsten Test Guter Ersatz für die 25-Watt-Birne. Moderne LED-Lampen sind oft siebenmal so effizient wie Glühbirnen.

Alle aktuellen Test­ergeb­nisse der Stiftung Warentest zum Thema Lampen, viele nützliche Tipps und Hinweise zur Lampenwahl sowie die PDFs zum Herunter­laden erhalten Sie jetzt in unserem Produktfinder Lampen.

Lebens­dauer in Stunden auf der Packung

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Selbst die teuren guten LED- und Kompakt­leucht­stoff­lampen rechnen sich, weil sie sehr wenig Strom verbrauchen und lange halten. Auf der Packung verspricht der Hersteller die zu erwartende Brenn­dauer in Stunden (h). LED-Lampen haben laut Anbieter­information derzeit eine durch­schnitt­liche „Lebens­dauer“ von 15 000 bis 25 000 Stunden. Brennt das Licht täglich drei Stunden, sind das rund 1 000 Stunden pro Jahr: Die Lampen sollten also in der Regel 15 bis 25 Jahre halten.

Für manche Einsatz­orte ist Schalt­festig­keit wichtig

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In Fluren ist es wichtig, das Licht häufig ein- und ausschalten zu können. LED-Lampen sind sehr robust, im aktuellen Test über­standen sie alle mehr als 70 000 Schalt­vorgänge. Wird eine Lampe zehnmal am Tag ange­schaltet, sind das rund 3 600 Schalt­vorgänge pro Jahr.

Wo Farben wichtig sind – auf den Ra-Wert achten

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Moderne Lampen sind unterschiedlich gut darin, Farbnuancen zu unterscheiden und Farbtöne natur­getreu im Auge des Betrachters wieder­zugeben. Nicht alle Hersteller drucken auf den Karton, was ihr Produkt in diesem Punkt kann. Andere verstecken die Auskunft hinter den Abkür­zungen CRI (Colour-Rendering-Index) oder Ra-Wert. Deren Skala reicht bis 100. Wo Farben besonders wichtig sind, zum Beispiel beim Beleuchten von Kunst­werken, sollte er über 90 liegen. Ansonsten ist ein Wert über 80 okay.

Kelvin zeigt: Kühles oder warmes Licht?

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Nicht zu verwechseln ist die Farb­wieder­gabe mit der Farb­temperatur, die in Kelvin (K) angegeben wird. Dieser Wert ist ebenfalls auf der Verpackung zu finden. Er informiert über die Farbe des Lichts. Warmweiße Lampen leuchten mit höchs­tens 3 300 Kelvin, tages­licht­weiße (sie haben einen höherem Blau-Anteil) mit mehr als 5 300 Kelvin. Zum Vergleich: Klassische Glühbirnen liegen bei etwa 2 700 Kelvin.

Dimm­bar oder nicht?

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Mit Zeichen wie dem neben­stehenden versprechen Anbieter, dass ihre LED- oder Energiespar­lampe dimm­bar sei – das aber stimmt oft nur einge­schränkt: Keine der Leuchten mit diesen Technologien funk­tionierte im Test Guter Ersatz für die 25-Watt-Birne mit jedem Dimmer.

Wie schnell ist die Lampe hell?

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LEDs spenden sofort helles Licht. Andere Energiespar­lampen brauchen oft etwas länger: Auf der Packung steht, wie viele Sekunden es dauert, bis sie mit 60 Prozent der maximalen Helligkeit leuchten.

Taugt die Lampe für den Außen­einsatz?

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Draußen sollten nur Lampen genutzt werden, die mit Minusgraden klar­kommen. Für LED-Licht ist das kein Problem, Kompakt­leucht­stoff­lampen schwächeln hier mitunter. Vor allem in Kombination mit Bewegungs­meldern sind sie bei Kälte unge­eignet.

Tipp: Alle Tests von Leucht­mitteln finden Sie im Produktfinder Lampen.

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