Vorurteile und Tatsachen

Noch immer kursieren Behauptungen über Energiesparlampen, die weit an den Tatsachen vorbeigehen. Zeit, einiges klarzustellen.

Hoher Preis Energiesparlampen sind beim Kauf teurer als Glühlampen. Aber ihre Preise sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Wegen der sehr geringen Betriebskosten und der extrem langen Lebensdauer sind sie unterm Strich trotzdem viel billiger.

Kaltes Licht. Wie Leuchtstoffröhren gibt es auch Sparlampen in unterschiedlichen Lichtfarben und -spektren. Mit der Lichtfarbe „extra-warmweiß“ oder „warmweiß“ unterscheiden sie sich vom kalten Weiß für Büro- und Arbeitsräume. Stets fehlt die Rotkomponente: Im Unterschied zum Glühlampenlicht wirken Rottöne matt und bräunlich. Die Farbwiedergabe im Test war nur „befriedigend“.

Häufiges Einschalten. Das ist kein Problem für Sparlampen mit elektroni­schem Vorschaltgerät und Vorheizfunktion. Markenfabrikate dieser Bauart sind meist schaltfest. Billigprodukte nehmen häufiges Schalten oft übel und versagen bald. Tipp: Zwischen Ein- und Ausschalten sollten mindestens zwei Minuten liegen.

Lästiges Flimmern. Sparlampen mit elektronischem Vorschaltgerät bringen die Leuchtstoffröhre mit einer Frequenz von 40 000 Hertz zum Leuchten. Das menschliche Auge nimmt Schwingungen bis 60 Hertz wahr. Bei der erhöhten Netzfrequenz ist ein Flimmern nicht mehr zu erkennen.

Gefährlicher Sondermüll. Wie alle Gasentladungslampen enthalten auch Energiesparlampen geringe Mengen von giftigem Quecksilber (etwa 3 Milligramm). Sie müssen deshalb als Sondermüll entsorgt werden. Falls eine Sparlampe zerbricht: Die zerstörten Teile und pulvrigen Substanzen beim Entfernen nicht direkt berühren. Gut lüften. Kinder von Bruchstücken und der „Unfallstelle“ fernhalten.

Halogenlampen. Sind Halogenlampen eine Alternative zu Energie­sparlampen? Niedervolt-Halogenlampen werden mit niedriger Spannung, meist 12 Volt betrie­ben. Das heißt aber nicht, dass sie auch einen niedrigen Energieverbrauch haben. Eine 50-Watt-Halo­genlampe hat zwar eine um etwa 50 Prozent höhere Lichtausbeute als eine gleich helle Glühlampe, ist aber im Verbrauch dreimal schlechter als eine entsprechende Energiesparlampe.

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