Elektromagnetische Felder: Hohe Messwerte

Erstmals haben wir die elektromagnetische Strahlung der Energiesparlampen gemessen.

Eingeschaltete Glühlampen erzeugen elektrische und magnetische Felder, Energiesparlampen zusätzlich hochfrequente Felder. Verursacher ist das Vorschaltgerät im Sparlampensockel.

Problem: Für elektromagnetische Felder von Lampen gibt es bislang keine Grenzwerte oder Normen. Um trotzdem Anhaltspunkte zu bekommen, haben wir die Messungen an den Energiesparlampen nach den schwedischen TCO-Empfehlungen für Computerbildschirme am Arbeitsplatz durchgeführt.

Einschränkung: Die TCO-Norm orientiert sich nur an technisch machba­­­­­r­en Werten, die als Vorsorgemaßnahme am Arbeitsplatz gelten. Ob Risiken für die Gesundheit bestehen, das ist bislang offen. Denn für Feldstärken in dieser Größe ist bisher weder eine Schädlichkeit noch eine Unschädlichkeit nachgewiesen worden.

Ergebnis: Die im Abstand von 30 Zentimetern gemessenen Strahlungswerte liegen alle über dem TCO-Grenzwert für PC-Monitore von 10 Volt pro Meter (siehe Angabe in den Testtabellen). Sie erreichten im Extrem über 60 Volt pro Meter: Isotronic 11 W (Glühlampenform), Osram Dulux 15 W, Philips Master 15 W. Erst ab 1,50 Meter Abstand unterschritten alle Sparlampen den TCO-Richtwert.

Tipp. Wer große Bedenken hat oder ganz sichergehen will, sollte Energie­sparlampen nur in Wand- und Deckenleuchten einschrauben. In Steh-, Schreibtisch- oder Nachttischleuchten sollte er sie nur benutzen, wenn ein größerer Abstand gewahrt bleibt.

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