So haben wir getestet

Im Test: 20 Spot­lampen für gebündeltes Licht, darunter 8 Lampen mit E14-Sockel, 8 Lampen mit GU10-Sockel und 4 Lampen mit GU5.3-Sockel.
Einkauf der Prüf­muster: März/April 2011.
Preise: Anbieterbefragung im Januar 2012.

Abwertungen

War die Helligkeit nach dem Einschalten mangelhaft, konnten die Licht­tech­nischen Eigenschaften maximal eine Note besser sein.

Wenn die Nutz­lebens­dauer ausreichend oder schlechter war, konnte die Halt­barkeit maximal eine halbe Note besser sein. Das test-Qualitäts­urteil konnte maximal eine halbe Note besser sein als die Halt­barkeit. War diese mangelhaft, wurde das test-Qualitäts­urteil auf diese Note abge­wertet.

War die Licht­ausbeute ausreichend oder schlechter, konnte das Urteil für Umwelt und Gesundheit maximal eine halbe Note besser sein. Sofern das Urteil für Umwelt und Gesundheit ausreichend oder schlechter lautete, war das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser.

Bei ausreichender oder mangelhafter Deklaration wurde das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet.

Licht­tech­nische Eigenschaften: 40 %

Farb­wieder­gabe: Die Farb­wieder­gabe bewerteten wir anhand des Mittel­wertes der Farb­wieder­gabeindizes R1 bis R15 nach DIN 6169.

Helligkeit nach dem Einschalten: Mittels Oszillogrammen wurde das Start­verhalten nach dem Einschalten untersucht. Wir prüften die Start­zeit bis zum Beginn des Aufleuchtens sowie die Zeiten, bis 50 und 80 Prozent der vollen Licht­ströme erreicht waren (bei 25 °C Umge­bungs­temperatur).

Helligkeit bei Kälte und hoher Temperatur: Im Klima­schrank prüften wir bei –10, 0 und +50 Grad Celsius die Licht­ströme. Wir bewerteten das Verhältnis dieser Licht­ströme zum Licht­strom bei 25 Grad.

Halt­barkeit: 30 %

Die Nutz­lebens­dauer prüften wir mit je fünf Lampen in Anlehnung an DIN EN 60969 und 60064 (Zyklus: 165 Minuten „Ein“, 15 Minuten „Aus“) über 4 000 Brenn­stunden und kontrollierten dabei den abnehmenden Licht­strom. Als Nutz­lebens­dauer gewertet wurde die Brenn­dauer, während der noch mindestens 80 Prozent des deklarierten Licht­stroms zur Verfügung standen.

Außerdem wurde anhand dieser Lampen auch die Brenn­dauer bis Total­ausfall gemessen.

Die Schalt­festig­keit prüften wir mit lampentypischen Schalt­zyklen an jeweils drei Lampen über bis zu 70 000 Schaltungen.

Die Dreh­festig­keit des Sockels kontrollierten wir mit Dreh- oder Kipp­belastung (bei E14-Schraubso­ckeln mit 1,5 Newton­meter).

Umwelt und Gesundheit: 25 %

Licht­ausbeute: Die Licht­ausbeute (Endenergieeffizienz) wurde auf Basis der Mess­werte von Licht­strom und Leistungs­aufnahme als Mittel­wert über die Nutz­lebens­dauer berechnet.

Primär­energie­aufwand: Ihn ermittelten wir ebenfalls für diesen Zeitraum – in Bezug zur abge­gebenen Licht­menge; auch der Aufwand für Herstellung und Entsorgung wurde berück­sichtigt (mit Ökobilanz-Daten­bank Ecoinvent 2.1 und Primär­energie­faktor 2,5 für elektrischen Strom).

Raum­luft­belastung: Hier bewerteten wir sowohl die subjektive Geruchs­ermitt­lung durch zwei Fachleute als auch die Messung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) nach einstündiger Brenn­dauer in einer Prüfkammer.

Queck­silber­bilanz: Wir ermittelten potenzielle Emissionen bei der Lampen­entsorgung (Recycling­quote: 10 Prozent) sowie beim Betrieb infolge der Strom­erzeugung durch die Kraft­werke und setzten die Summe in Relation zur gesamten während der Nutz­lebens­dauer abge­gebenen Licht­menge.

Schutz vor Bruch und Queck­silber­dampf: Bewertet wurden der Gehalt und die Art des Queck­silbers (flüssig oder Amalgam) sowie konstruktive Maßnahmen wie Hüll­kolben oder Splitter­schutz.

Deklaration: 5 %

Benotet wurden die Voll­ständig­keit der Angaben (inklusive Infos zu Queck­silber und Entsorgung) sowie Abweichungen gemessener Werte gegen­über der Deklaration.

Ergänzende Messungen (nicht bewertet)

Öffnung des Licht­kegels: Wir bestimmten die Licht­stärke­verteilungs­kurven im Goniofoto­meter und ermittelten die Form des Licht­kegels und die Licht­stärke in Haupt­richtung. Der angebene Öffnungs­winkel ist der Halb­werts­winkel. In diesem Bereich beträgt die Licht­stärke mindestens noch die Hälfte der maximalen Licht­stärke (in Haupt­richtung). Der Licht­kegel­durch­messer bezieht sich auf die Grenze dieses Licht­kegels. Außerdem ermittelten wir aus den Messungen die Beleuchtungs­stärke in Licht­kegel­mitte in verschiedenen Entfernungen. Angegeben sind die Mess­werte in Lux (1 Lux entspricht dem Licht­strom von 1 Lumen pro Quadrat­meter).

Eignung für Flure und Treppen: Beur­teilt anhand des schnellen Erreichens der Helligkeit nach dem Einschalten sowie der Schalt­festig­keit.

Eignung für Dimmen: Die als dimm­bar deklarierten Lampen untersuchten wir mit je einem billigen und einem teuren Phasen­anschnitts- und Phasen­abschnitts­dimmer. Dabei ermittelten wir den kleinsten erreich­baren Licht­strom und prüften, ob Probleme beim Dimmen auftreten.

Eignung für den Außen­bereich: Beur­teilt anhand von Helligkeit bei Kälte sowie der Brenn­dauer bis Total­ausfall und Licht­ausbeute.

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