Energiesparlampen: LED-Lampen

Energiesparlampen Test

Weil sie mit wenig Strom viel Licht erzeugen können, gelten LED-Lampen als Licht der Zukunft. Einige sparen schon heute enorm Stromkosten.

Unterhaltungselektronik, Fahrradbeleuchtung, Campinglicht – überall sind lichtemittierende Dioden, abgekürzt LED, zu finden. Bald könnte moderne LED-Technik häufiger auch in der guten Stube Einzug halten. Denn verschiedene Anbieter preisen die Lampen mittlerweile als Raumbeleuchtung der Zukunft an.

Happige Preise

Energiesparlampen Test

Als Spots sind LED-Lampen eine Alternative zu stromzehrenden Halogenglühlampen – und sogar effizienter als Energiesparreflektorlampen.

Osram präsentiert in Baumärkten und Elektroläden ein LED-Sortiment „in klassischen Formen für den einfachen Austausch“. Auch Philips hat lichtstarke LED-Lampen für Wohnungen im Programm, und sogar Discounter wie Aldi bieten LED-Aktionsware. Die Lampen funktionieren mit Halbleiterkristallen, die der Strom zum Leuchten anregt. Die kompakte Bauform ermöglicht neuartige, architektonisch interessante Beleuchtungslösungen. Allerdings sind die Preise für die neuen, etwas futuristisch wirkenden Lampen recht happig. Die Exemplare, die wir in den vergangenen Monaten für unsere Untersuchungen eingekauft haben, kosteten zwischen 8,99 Euro (aktuell bei Aldi/Nord, siehe Schnelltest Energiesparlampen) und 85 Euro. In Schnelltests wollten wir herausfinden, ob sich solche Investitionen lohnen.

Wie viel Licht gibt es fürs Geld?, lautet daher eine spannende Frage. Maß für den Vergleich der Helligkeit ist der sogenannte Lichtstrom. Die Maßeinheit Lumen ist den meisten Verbrauchern zwar noch fremd, erlaubt aber den einfachen Vergleich: Will man eine alte Glühbirne gegen eine neue LED-Lampe austauschen, sollte sie mit ähnlich vielen Lumen leuchten (siehe „Tipps“).

Einige mit müdem Schimmern

Statt der angekündigten „High power“ zeigten einige LED-Lampen schon von Anfang an eher ein müdes Schimmern. Am funze­ligsten leuchtete bei unseren Schnelltests die Conrad MR 16 mit nur 33 Lumen. Zum Vergleich: 25-Watt-Glühbirnen kommen auf rund 190 Lumen.

Bioledex mit Abstand am hellsten

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Bei Kälte und sofort nach dem Starten leuchten LED-Lampen besonders hell. Sie eignen sich daher für die Außenbeleuchtung – auch in Kombination mit Bewegungsmeldern. Infrage kommt zum Beispiel die helle, effiziente Bioledex-Lampe.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Die neuen, etwas stärkeren LED-Lampen erzielten oft deutlich mehr als 100 Lumen. Mit Abstand am hellsten erwies sich die Bioledex-Lampe, die es auf 662 Lumen brachte.

Der entscheidende Vorteil der LED-Technik ist, dass sie Licht mit sehr wenig Strom erzeugen kann. Bei nur 1,2 bis 8,6 Watt war die Lichtausbeute der geprüften Lampen erfreulich hoch. Die maiskolbenförmige Bioledex erreichte sogar 77 Lumen pro Watt. Da konventionelle Glühlampen nur mit etwa 6 bis 10 Lumen pro Watt leuchten, lässt sich durch den Austausch viel Strom sparen. Die Berechnung der Ersparnis (siehe Tabelle) zeigt allerdings, dass sich die Investition in LED-Technik längst nicht immer bezahlt macht. Bei „guten“ Energiesparlampen hingegen rechnet sich der Kauf fast immer – und auch schneller.

Schnell schlapp gemacht

Die Anbieterangaben zur Lebensdauer scheinen allerdings bei einigen Lampen zu optimistisch zu sein. So sind auf der Lemnis-Verpackung 50 000 Stunden vermerkt, doch in unseren Tests fielen die zwei geprüften Modelle bereits nach weniger als 1 000 Stunden aus. Auch die Lumitonix-Spots büßten zu schnell an Helligkeit ein.

Tipp: Bewahren Sie unbedingt den Kassenbon auf und reklamieren Sie die Lampen, falls sie vorzeitig auffällig duster werden oder gar ganz ausfallen.

Warmweiß bis bläulich-kühl

Energiesparlampen Test

Wird LED-Licht in alle Richtungen gestrahlt, lassen sich klassische Glühbirnen ersetzen.

Das Angebot an Lichtfarben ist erfreulich vielfältig und reichte im Test von „warmweiß“ (2 700 Kelvin) bis ins bläulich kühle Tageslichtweiß (7 200 Kelvin). Bei der Farbwiedergabe schnitten die meisten LED-Lampen besser ab als Energiesparlampen. Sie eignen sich zum Beispiel auch zum Anstrahlen wärmeempfindlicher Kunstwerke.

Niedrige Wattzahlen und hohe Lichtausbeute sorgen dafür, dass sich die Lampen außen kaum erwärmen. Im Unterschied zu (Halogen-)Glühlampen besteht bei ihnen kaum Verbrennungsgefahr. Deshalb eignen sie sich auch fürs Kinderzimmer.

test-Kommentar: LED-Lampen sind auf gutem Wege, ähnlich effizient wie konventionelle Energiesparlampen zu werden. Die kompakte Bauform bietet Lichtdesignern neue Gestaltungsmöglichkeiten. Mit Tests werden wir die Entwicklung begleiten.

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