Energiesparlampen Meldung

Energiesparlampen werden teurer. Grund ist die Verknappung bestimmter Metalle, die für die Lampenherstellung notwendig sind. Das ist aber kein Grund, künftig auf Energiesparlampen zu verzichten: Sie sind weiterhin wirtschaftlich. Was den Preisanstieg mildern könnte, wäre ein Rücknahme- und Recyclingsystem für alte Lampen. Das aber fehlt.

Wichtige Metalle sind knapp

Die Preise für Energiesparlampen steigen um 20 bis 25 Prozent. Als Grund nennen die Anbieter den Preisanstieg für seltene Erden – um 130 Prozent allein im vergangenen Jahr. Diese Metalle, zum Beispiel Europium, Terbium und Yttrium, haben sich wegen der großen Nachfrage weltweit verknappt. Sie sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften aber unentbehrlich bei der Herstellung von Leuchtstoffröhren, Kompaktleuchtstoff- und anderen Lampen mit elektronischen Bauteilen. China, das derzeit mehr als 95 Prozent der seltenen Erden für den Weltmarkt liefert, hat zudem die Ausfuhr eingeschränkt.

Energiesparlampen auch künftig wirtschaftlich

Der aktuelle Test von Energiesparlampen hat gezeigt: Gute Energiesparlampen gibt es derzeit schon für Preise zwischen 2 Euro und 7 Euro. Auch nach einer Preiserhöhung bleiben sie also deutlich preiswerter als die beiden LED-Lampen im Test. Die LED-Lampen schnitten mit sehr gut ab und kosten zwischen 40 Euro und 45 Euro. Im Vergleich mit klassischen Glühbirnen bleibt zudem die Wirtschaftlichkeit der Energiesparlampen bestehen: Sie haben einen bis zu 80 Prozent geringeren Stromverbrauch und halten mindestens sechs Mal länger als Glühbirnen. Schon nach einigen Monaten haben sie sich deshalb oft bezahlt gemacht.

Rücknahmesystem für Lampen notwendig

Eine Maßnahme gegen weitere Preiserhöhungen ist sicherlich, dass künftig die Recyclingquote der Kompaktleuchtstoff- und LED-Lampen erhöht wird. Noch ist sie viel zu gering, sprich: Es fliegen viel zu viele Energiesparlampen in den Hausmüll, wo sie nicht hingehören. Weit weniger als die Hälfte der ausgedienten Energiesparlampen werden derzeit gesammelt, um die enthaltenen Rohstoffe umweltgerecht zurück zu gewinnen. Die Stiftung Warentest setzt sich deshalb für eine gesetzlich verankerte Pfand- oder Rücknahmepflicht des Handels für kaputte Energiesparlampen ein, so wie es sie beispielsweise bereits für Flaschen gibt.

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