Energieproduktion und Wärmeschutz: Zwischen Plan und Bau

Wenn Sie sich für die eigene Energieproduktion interessieren oder den Wärmeschutz Ihres Hauses verbessern möchten, sollten Sie sich rechtzeitig und ausführlich beraten lassen. Zum Beispiel berät die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände unabhängig und kostenlos ­ und zwar mit ihrer stationären und mobilen Energieberatung (www.agv.de). Wärmelöcher im Altbau spürt auch die geförderte "Vor-Ort-Beratung" auf.

Prüfen Sie, ob es Fördermöglichkeiten von Bund und Land gibt. Oft ist es möglich, mehrere Programme zu kombinieren. Außerdem kann sich ein Anruf beim regionalen Energieversorger lohnen, denn teilweise fördert auch er Modernisierungsmaßnahmen in Kombination mit regenerativer Energieerzeugung.

Viele Programme können auch Mieter in Anspruch nehmen, wenn der Vermieter mit der Baumaßnahme einverstanden ist. Modernisierungen der Etagenheizung und eine Innendämmung lassen sich auch in einzelnen Mietwohnungen durchführen. Sogar Solaranlagen auf dem Dach sind möglich. Informieren Sie sich vorher bei Solaranbietern oder Beratungsstellen, was beachtet werden muss, damit der Vermieter zustimmen kann.

Bei den meisten Förderprogrammen müssen Sie mit dem Baubeginn bis zur Antragsgenehmigung warten, da für begonnene Anlagen keine Förderung erfolgt. Dabei gilt schon der Auftrag an die ausführende Firma als Baubeginn. Bei einigen Programmen können Sie, auf speziellen Antrag, vor der Bewilligung mit dem Bau beginnen. Eine Garantie für die Bewilligung gibt es dabei aber nicht. Beim 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm dürfen Sie dagegen direkt nach dem Antragstellen mit dem Bau beginnen.

Bei vielen Programmen müssen Sie nachweisen, dass die Finanzierung der Baumaßnahme gesichert ist. Dies soll verhindern, dass Fördergelder in Anlagen fließen, die nie fertig gestellt werden.

Ist Ihr Antrag bewilligt, sollten Sie zügig mit dem Bau anfangen. Einige Programme enthalten relativ kurze Fristen für den Baubeginn oder die Fertigstellung. Außerdem werden Nachweise über die Verwendung der Fördermittel verlangt. Vereinzelt gibt es eine Mindestnutzungsdauer.

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