Energiesparen im Alltag 1 000 Euro sparen – so viel ist drin für eine Familie

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Energiesparen im Alltag - 1 000 Euro sparen – so viel ist drin für eine Familie
Alltags­gewohn­heiten auf dem Prüf­stand. Wir haben konkret berechnet, welche Energiesp­artipps wie viel bringen. © Roman Klonek

Mit kleinen Tricks lassen sich Strom- und Heiz­kosten um mehr als 1 000 Euro im Jahr senken. Das zeigen Test­analysen und Berechnungen der Stiftung Warentest.

Inhalt

Woll­pullover statt Heizung, kurz und kühl duschen, Wäscheleine statt Trockner – Tipps zum Energiesparen im Haushalt gibt es viele. Mit einigen lässt sich kräftig sparen, andere bringen kaum etwas.

Wir sind in unsere Archive gestiegen und haben viele unserer Tests ausgewertet und nachgerechnet, wie sich die extrem gestiegenen Energiepreise im Alltag mit einfachen Kniffen halb­wegs abfedern lassen.

Teure neue Geräte oder Umbaumaß­nahmen sind dafür nicht erforderlich. Oft reicht es, einige Gewohn­heiten zu ändern. Wenn Sie den Artikel frei­schalten, erfahren Sie, wie die dreiköpfige Familie unseres Beispielhaushalts mehr als 1 000 Euro Strom- und Heiz­kosten im Jahr spart.

Warum sich der Energiespar-Vergleich für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Die Unter­suchung zeigt, wo sich in der Wohnung Einspar­potenzial finden lässt – durch kleine Maßnahmen, die für alle umsetz­bar sind. Wir haben unsere Test­ergeb­nisse durch­forstet und die Spar­möglich­keiten etwa fürs Heizen, Duschen, Kochen und Home­office analysiert und berechnet.
  • Modell­rechnung. Mindestens 1 074 Euro spart unser Modell­haushalt in der Drei-Zimmer-Wohnung im Jahr. Mit den kletternden Strom­preisen steigt auch die Ersparnis.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie auch den Heft­artikel aus test 10/22 zum Download.

Energiesparen im Alltag genau berechnet

Typische Haus­halts­tätig­keiten wie Saugen, Kochen oder Wäsche waschen haben einen hohen Energiebedarf. Er lässt sich durch kleine Maßnahmen senken, etwa indem Wasser im Wasser­kocher und nicht auf dem Herd erhitzt wird.

Besonders teuer wird es, wenn aus Strom Wärme erzeugt wird. Das gilt für Elektrohei­zungen ebenso wie für elektrische Durchlauf­er­hitzer, die in vielen Wohnungen das Wasser erwärmen. Unsere Modell­familie zahlt allein fürs tägliche Duschen fast 1 000 Euro im Jahr. Unsere Unter­suchung zeigt, wie sie die Kosten erheblich senken kann.

Heizung runter, Energie­ersparnis rauf

Damit der stark gestiegene Gaspreis kein Loch in die Haus­halts­kasse reißt, haben wir zudem analysiert, in welchem Maße es sich lohnt, die Heizung bei Abwesenheit runter­zudrehen.

Tipp: Auch die Heizung richtig einzustellen, hilft den Energieverbrauch zu senken. Noch mehr Gas sparen ist möglich, wenn Haus­besitze­rinnen und Haus­besitzer in Wärmedämmung und Solar­thermie investieren.

Strom­verbrauch von Unterhaltungs­elektronik

Ein Spar­potenzial bergen die vielen Multimediageräte im Haushalt. Bei älteren HiFi-Anlagen, Fernsehern und Recei­vern ist es sinn­voll, sie über Steck­dosen­leisten abzu­schalten. Wie viel das ausmacht, haben wir berechnet. Außerdem, was es bringt, den Router nachts auszuschalten und die WLan-Funk­tion etwa bei der Sound­bar auszuschalten. Diese Erspar­nisse sind jeweils nicht riesig, summieren sich aber.

Tipp: In einer vorherigen Unter­suchung haben wir den Energieverbrauch typischer Haushaltsgeräte ermittelt, so zeigt sich, wo sich im Haushalt die Strom­schlu­cker verstecken.

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    - Der Staat fördert die energetische Sanierung mit Krediten und Zuschüssen. Auch für Bau oder Hauskauf gibt es Fördermittel. Unser Rechner zeigt die aktuellen Konditionen.

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josef_kammerloher am 30.09.2022 um 20:30 Uhr
LED Strahler statt Halogenstrahler

Ich habe in unserer Küche sechs Stück 20W-Halogen-Strahler durch 5W-LED-Strahler ersetzt.
Bei täglichem 6-Stunden-Betrieb macht das eine Ersparnis von 197 kWh oder Euro 67 pro Jahr (bei Euro 0,34 pro kWh).
Die LEDs sind doppelt so hell und haben nicht einmal Euro 30 gekostet.
Es gibt LEDs mit 230 V, da braucht man auch keinen Trafo mehr, alles ist sehr schnell installiert.
In meinem Haushalt macht das über 5% der gesamten Stromrechnung aus und das sogar noch mit einem verbesserten hellerem Licht in der Küche.

H.Max am 27.09.2022 um 09:39 Uhr
Eine weitere Einsparmöglichkeit

Hallo liebes Test Team,
für Eigenheimbesitzer bietet sich beim Warmwasser, bzw. der Warmwasserkreisleitung eine nicht zu verachtende Einsparmöglichkeit. Wir drehen den Warmwasserhahn auf und haben sofort warmes Wasser – soweit so gut – aber den wenigsten ist bewusst, dass der Warmwasserkeislauf im ungünstigen Fall bei schlecht isolierten Leitungen für ein 130m2 Einfamilienhaus mehr als 10 KWh / Tag verbraucht.
Abhilfe: Kreislaufleitung nur für die benötigten Zeiten programmieren, oder ganz ausschalten. Warmes Wasser gibt es ja trotzdem, aber ich muss ein wenig warten. Falls die Temperatur der Kreislaufleitung nicht separat eingestellt werden kann, dann am besten die Warmwassertempertur auf 45-48 begrenzen (Legionellenprogramm in der Heizung heizt trotzdem 1x Woche auf 60°). 45°C reichen zum duschen und baden vollkommen aus.
Anmerkung: Alte Heiz-Warmwasserpumpen durch Hocheffizienspumpen(Wilo/Grundfos) austauschen.
MH

WhatEverYouWantToBe am 26.09.2022 um 13:09 Uhr
@iseeyou

Hier gibt es einen Rechner der Ihnen vielleicht hilft: https://www.induktionskueche.de/rat-und-tat/kosten-gas-elektro-induktion-kochen/

Detleftest am 25.09.2022 um 14:23 Uhr
Strom sparen bei PC und Router?

Problem 1: Festnetztelefon hängt am Router, Telefon funktioniert nicht mit ausgeschaltetem Router. Problem 2: Auch bei herunter gefahrenem PC wird dieser vom Router mit Strom versorgt. Lösungen?

joergsvd am 25.09.2022 um 12:26 Uhr
Adapter können nötig sein bei alten Heizkörpern

Bei alten Heizkörpern (mit alten Ventilen) kann es nötig sein, einen Adapter zwischen Ventil und smartem Thermostat einzubauen. Dann ist die Montage nicht ganz so schnell gemacht. Eine hilfreiche Liste (alphabetisch und bebildert) von verfügbaren Adaptern bietet z. B. Homematic im Servicebereich. Dort fand ich den passenden Adapter für unsere alten Meges-Ventile. Nach dem aufschrauben der Adapter konnten die smarten Thermostate dann problemlos montiert werden und funktionieren tadellos. Die Adapter kosten zwischen 8.- und 15.- Euro. Wenn man nicht enttäuscht werden möchte, sollte man das vorher klären. Ich hatte zunächst nur einen smarten Thermostat gekauft um auszuprobieren, ob ich Adapter benötige.