Nur drei Bundes­länder verhängten im vergangenen Jahr Bußgelder, weil Angaben des Energielabels auf Haus­halts­geräten, Autos oder Reifen nicht stimmten: Bremen, Hessen und Rhein­land-Pfalz. Das ergaben Recherchen des Verbands Deutsche Umwelthilfe (DUH). Kaum Kontrollen gäbe es in Hamburg, im Saar­land, in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die zuständige Behörde in Sachsen-Anhalt teilte auf Nach­frage mit, wegen Personal­mangels den Schwer­punkt bei der Markt­über­wachung auf die Produktsicherheit gelegt zu haben, man werde die Kontrollen aber erweitern. Die restlichen Bundes­länder prüften nach Angaben der DUH zwar, ob die Energieverbrauchs­vorschriften einge­halten werden, ahndeten Verstöße aber nur selten mit Bußgeldern. Die Behörde in Baden-Württem­berg teilte mit, die meisten Händler und Hersteller hätten die Mängel nach Kontrollen freiwil­lig behoben, daher verzichte man auf Bußgelder.

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