Neue Gebäude müssen künftig mit weniger Energie auskommen und besser gedämmt werden als bisher. Das sieht die Novelle der Energie-Einspar­ver­ordnung (EnEV 2014) vor. Sie verpflichtet Häuslebauer, dafür zu sorgen, dass ihr Neubau mit 25 Prozent weniger Energie für Heizung, Kühlung und Strom auskommt als bislang zulässig. Die Dämm­wirkung der Gebäudehülle muss im Schnitt um 20 Prozent steigen. Bereits ab 2015 sind Öl- und Gas-Heizkessel zu tauschen, die älter als 30 Jahre sind. Das gilt aber nur, sofern es sich um Konstant­temperaturkessel handelt, die ihre Temperatur nicht der Heiz­leistung anpassen. Brenn­wert- und Nieder­temperaturkessel dürfen bleiben, ebenso Kessel in selbst­genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. Für Käufer und Mieter interes­sant: Neue Energie­ausweise für Wohn­gebäude müssen künftig eine Effizienz­klasse von A+ bis H angeben, um wie bei Elektrogeräten den Vergleich zu erleichtern. Die Erneuer­bare-Energien-Branche kritisiert, die Novelle erfasse zu wenige veraltete Heizungs­systeme und bleibe daher wirkungs­los.

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